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Zurzeit stehen auf dem riesigen Schotter-Parkplatz im Westen des Garchinger Campus' die Autos noch in langen Reihen. Ab 2018 soll auf einem Teil des Geländes der Neubau der Elektrotechnik-Fakultät entstehen.

E-Technik zieht nach Garching

Elektrotechnik zieht auf den Campus

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Garching - Physik, Chemie, Mathe, Informatik und Maschinenbau sind bereits da, nun steht eine weitere Fakultät in den Startlöchern: Die Elektrotechnik der TU München soll nach Garching umziehen – peu à peu, wohl ab Ende 2019.

In ihrer fast 150-jährigen Geschichte hat die TU München zwei Mal den Namen gewechselt. 1868 als Königlich-Bayerische Polytechnische Schule zu München gegründet, firmierte sie ab 1877 als Technische Hochschule. Fast hundert Jahre später erfolgte 1970 dann die Umbenennung in Technische Universität München (TUM). Nun wäre schön langsam der nächste Namenswechsel fällig – und zwar in „Technische Universität Garching“.

 Schließlich ist der Ort im Norden von München inzwischen der größte Standort der TUM: Fast 15 000 Studierende sowie gut 3500 Mitarbeiter verzeichnet der dortige Forschungscampus – und mittelfristig werden es deutlich mehr werden. Denn in den kommenden Jahren soll die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik mit ihren aktuell 3750 Studenten und 615 Mitarbeitern von der Innenstadt nach Garching umziehen. Sie gehöre „zu den besten Fakultäten Europas“, sagt deren Dekan Paolo Lugli. „Um diese Position halten zu können und im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein, ist der Umzug nach Garching notwendig.“ Zumal dort die „örtliche Nähe zu den Schwester-Fakultäten Maschinenwesen und Informatik einen großen Vorteil“ biete, wie es von der Technischen Universität heißt. Der Umzug von München nach Garching soll jedoch nicht auf einmal, sondern in mehreren Schritten passieren. Bis auch die letzten Lehrstühle auf dem Campus residieren, wird es wohl bis weit ins nächste Jahrzehnt dauern.

 Aktuell hat das zuständige Staatliche Bauamt München II einen Architektenwettbewerb für den ersten Bauabschnitt ausgeschrieben. Die hierfür veranschlagten Baukosten von 53 Millionen Euro sind im Haushalt des Freistaats eingeplant. Laufe alles nach Plan, könne im Frühjahr 2018 mit dem Bau begonnen werden, sagt Baudirektor Gero Hoffmann. Die Fertigstellung sei für Ende 2019, Anfang 2020 geplant, teilt die TUM mit. Das Baugrundstück befindet sich auf dem Schotter-Parkplatz am westlichen Ende des Garchinger Campus’, südwestlich der Fakultät für Maschinenbau und jenseits des Wiesäckerbachs. Dort soll ab 2018 auf einer Fläche von 188 Metern Länge und 154 Metern Breite ein Universitätsgebäude für rund 500 Studierende und 150 Mitarbeiter entstehen. Angedacht sind laut Hoffmann zwölf Hörsäle, von denen der größte 1000 Plätze fasst. Darüber hinaus sollen die Pläne ein Parkhaus mit rund 200 Plätzen umfassen. 

Beim laufenden Wettbewerb müssen die Architekten nicht nur eine Planung für den jetzigen Bauabschnitt einreichen, sondern auch grob skizzieren, wie es danach mit dem Umzug weitergehen soll. Wie schnell weitere Gebäude oder Anbauten entstehen, hängt dann von der Finanzierung ab. „Aus baulicher Sicht wäre es natürlich wünschenswert, wenn es möglichst rasch weitergeht“, sagt Gero Hoffmann.

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