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Elternbeirat nimmt Schule in Schutz

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Grasbrunn - Arbeitsblätter einer Projektwoche an der Grundschule Neukeferloh, die Kindern mit teils vulgären Ausdrücken das Thema „Jugendsprache" näherbringen sollten, waren auf herbe Kritik unter einigen Eltern gestoßen (wir berichteten).

Vor allen die verantwortliche Schulsozialpädagogin musste nun die Konsequenzen tragen: Die Schulsozialarbeit wird bis auf Weiteres ausgesetzt. Darüber informierten Gemeinde und Schulleitung in einer Pressemitteilung. Auch der Elternbeiratsvorsitzende Patrick Upmann ist am Sonntag von seinem Amt zurückgetreten. Das bestätigte er gegenüber dem Münchner Merkur. Über die Gründe wollte er sich nicht äußern.

In einer offiziellen Stellungnahme versucht der Elternbeirat der Grundschule nun, das Thema zu relativieren. Ziel sei es, „ein wenig Ruhe in die Angelegenheit zu bringen“. In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Der Elternbeirat wendet sich gegen eine überzogene Kritik an Schule und Schulleitung.“ Zwar sei man sich einig, dass die Arbeitsblätter ungeeignet oder zumindest nicht altersgerecht wären.

Trotzdem habe sich die Schulsozialarbeit „durch das Engagement der Sozialarbeiterin sehr positiv auf die Schüler und das Klima der Schule ausgewirkt“. Der Elternbeirat gehe davon aus, dass die Schulsozialarbeit im neuen Schuljahr fortgesetzt wird. Am heutigen Dienstag soll es ein weiteres Gespräch mit der Schulleitung geben.

In seinem Schreiben betont der Elternbeirat, wie hoch die Wertschätzung für Schule, Lehrer und Schulleitung sei: „Die Eltern stehen der Grundschule Neukeferloh absolut loyal zur Seite. Diese Loyalität teilt auch der Elternbeirat und möchte hiermit betonen, dass er mit voller Überzeugung zu seiner Rektorin und der Schule steht. Wir sind froh, dass wir sie haben.“ pk

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