Pfarrer Czeslaw Sajdak schenkt ein Weißbier ein. Er blieb mit Ministranten und Helferkreis unter sich. Foto: rabe

Empfang der Pfarrei für Neuzugezogene

Feldkirchen - Wie kann die katholische Pfarrei Neubürger für die Mitarbeit in den Verbänden und Gemeinschaften begeistern?

Das fragen sich Pfarrer Czeslaw Sajdak und die aktiven Mitglieder von Sankt Jakobus, nachdem zum Infoabend für Neuzugezogene und Interessierte nicht ein einziger erschienen ist.

Man muss sehen, ob die Neubürger so mit dem Angebot in Sankt Jakobus zufrieden sind, ob ihnen überhaupt etwas fehlt oder sie sich etwas wünschen, gibt Pfarrer Sajdak zu bedenken. Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, Ministranten und Pfadfinder, katholische Frauengemeinschaft und Arbeiterbewegung, sowie Mutter-Kind-Gruppen hatten sich vorbereitet. Nach einem Gottesdienst wollten sie sich im Rahmen eines Stehempfangs vorstellen, Fragen beantworten und möglichst neue Mitglieder finden. Jedoch – sie blieben völlig unter sich.

Insgesamt gibt es in Sankt Jakobus der Ältere nicht viel Nachwuchs für ehrenamtliche Aktivitäten. Wenn, dann seien es eher Alteingesessene und ältere Bürger, die sich engagieren, erklärt Pfarrer Sajdak. Vielleicht wollen die Jungen mehr bedient werden, nehmen mit was sie interessiert, ohne selbst beitragen zu wollen, spekuliert er. Denn Pfarrfeste und ähnliche Veranstaltungen werden gut besucht, und auch in den Gottesdienst kommen die neuen Feldkirchener. „Aber es ist schon etwas anderes, ob man einfach teilnimmt, oder ob man sich tatsächlich engagiert. Vielleicht betrachten sie unser Dorf auch als eine Schlafstätte und nicht als Lebensort,“ meint Pfarrer Sajdak. Doch er gibt die Hoffnung nicht auf, immerhin kamen nach der großen Zuzugswelle im Dornacher Feld durchaus Neubürger in die Pfarrei, um sich zu engagieren.

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