Endlich ein Supermarkt für Hofolding

Brunnthal - Nach bereits über vierjährigen Planungen, planerischen Umwälzungen, vielen Einwendungen und einem wahren Wust an Gutachten kommt das Projekt Nahversorgung im Hofoldinger Westen doch entscheidend voran.

Gemeinderat und Bauausschuss haben sich mit breiter Mehrheit für die Pläne zum Bau eines Marken-Discounters ausgesprochen. Erster Spatenstich soll möglichst im Herbst sein.

Einen „Versorgungsquantensprung für die Bevölkerung“ erwartet sich Bürgermeister Stefan Kern (CSU) von demn Projekt. Auf einer über 12 000 Quadratmeter großen, ehemaligen Landwirtschaftsfläche im Hofoldinger Süwesten soll möglichst bald ein Lebensmittelmarkt mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Dazu ist im westlichen Bereich des Areals Wohn- und Mischnutzung geplant. Die Verkehrsanbindung soll über die Staatsstraße von Süden aus über eine neue Nord-Süd-Trasse westlich der Discountfläche in das Planungsgebiet erfolgen. Bis 27. Februar liegen die Planungsunterlagen im Rathaus zur Einsicht aus. Stellungnahmen und Einwendungen sind in dieser Zeit für die Bürger noch möglich. „Wir haben allerdings in langem Dialog alle Änderungswünsche der örtlich Beteiligten eingearbeitet und mit einer Vielzahl an Umwelt-, Lärmschutz- und Verkehrsgu tachten Rechnung getragen“, appelliert Kern nach lange zähem Verlauf nun für eine rasche Weiterentwicklung. Zumal sich auch die Bürger in großer Mehrheit dafür ausgesprochen hätten, endlich die Versorgungssituation in der Gemeinde durch dieses Projekt grundlegend zu verbessern.

Kern glaubt, dass es jetzt schnell vorangeht, sagte er auf Nachfrage des Münchner Merkur. „Sollte der Satzungsbeschluss nach der laufenden Bürgerbeteiligungsphase und die Genehmigung des Landratsamtes schnell erfolgen, dann könnte wohl heuer endlich noch mit dem Bau begonnen werden.“ Fraglich sei allerdings noch, ob die Behörden darauf bestehen, dass die Erschließungstraße vor dem Supermarkt fertig sein muss. „Ich hoffe auf eine Entscheidung, dass diese Projektschritte parallel erfolgen können“, sagte Kern. Bei der seinerzeitigen Entwicklung des Gewerbegebietes Brunnthal Nord hätten die Baubehörden zwar auf eine Herstellung der Zufahrtswege im Vorfeld beharrt. „Doch das war ein Projekt ganz anderer Größenordnung.“ Im Hofoldinger Westen sei eine zeitgleiche Erschließung des neu ausgewiesenen Gebietes mit seiner Zufahrt sinnvoll. Möglicherweise noch im Herbst diesen Jahres könnte dann der Startschuss erfolgen.

Die Frage des künftigen Supermarktbetreibers ist offenbar noch nicht hundertprozentig geklärt. Zwar setzt der Bürgermeister nach intensiven Gesprächen mit den Investoren weiter auf einen „Netto-Markt“. Doch auch andere Varianten sind offenbar noch denkbar. „Netto mit seiner Palette von rund 5000 Sortimentsartikeln wäre als Marken-Discounter sicher ideal für den Standort und wäre eine gute Mischung aus Discount und Vollsortimenter.“ Sollte Netto aber wegen des langen Hickhacks doch noch abspringen, sind laut Kern „auch Alternativen möglich“. Es gebe auch weitere Bewerber wie etwa das Netto-Mutter-Unternehmen Edeka. In jedem Fall werde ein langfristiger Mietvertrag des Investors die Versorgung der Bürger ebenso langfristig sichern, zeigte sich Kern überzeugt. Dann hätte sich die lange Anlaufzeit doch noch gelohnt.

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