Energiewende Garching: Fünf-Millionen-Kredit wird fällig für Geothermieprojekt

Garching - Die Stadt Garching hat überraschend einen zweiten Geschäftsführer für die Energiewende Garching (EWG) eingesetzt. Christian Nolte soll an der Seite von Michael Weng die Geschicke der Geothermie-Gesellschaft lenken. Und es kamen Zahlen auf den Tisch.

Somit hat nun mit der Stadt und Eon jeder seinen Geschäftsführer. Der 43jährige Garchinger ist Geschäftsführer eines Unternehmens für Energieberatung. Nolte ging auf die Stadt zu und fungiert nicht als auf Vollzeitbasis angestellter Geschäftsführer. „Ich bin keine weitere Belastung für die EWG“, sagte er.

Die Stadt legte seit langer Zeit wieder einen Bericht in öffentlicher Sitzung vor. Danach liegt die verkaufte Wärmeleistung 2012 bei 10 700 Megawattstunden. Der Businessplan sieht für 2013 28 040 Megawattstunden vor (vertraglich abgesichert etwa 23 000), für 2014 45 505 (abgesichert 28 000) und 2015 55 223 (abgesichert 30 000). Die dafür notwendigen Investitionen werden auf jeweils ein bis zwei Millionen Euro jährlich geschätzt.

Die Finanzsituation besteht im Plan 2012 aus 800 000 Euro Umsatzerlösen bei 2,377 Millionen Euro Betriebsaufwendungen. Von den Gesellschaftern wurden neun Millionen Euro Zuschuss notwendig. 2013 soll sich die Bilanz verbessern auf 2,04 Millionen Euro Umsatz und 2,35 Millionen Aufwendungen. Der Plan sieht weiter 6,954 Millionen beim Kapitaldienst vor. Neben Zins und Tilgung wird die Rückzahlung eines Darlehens der Raiffeisenbank Ismaning über fünf Millionen fällig.

Stadtrat Hans Peter Adolf (Grüne) fragte, wo das Geld für die Rückfinanzierung herkommen solle. Die für die EWG zuständige Stadt-Mitarbeiterin Annette Knott erklärte, dass dies nicht zwingend über Zuschüsse der Gesellschafter geregelt werden muss. Auch die Umwandlung in ein längerfristiges Darlehen sei eine Option. nb

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