Mit der Erfahrung aus 200 Länderspielen

- Unterhaching (um) - Seit fast sechs Jahren mischen die Volleyballer des TSV Unterhaching in der Bundesliga kräftig mit, das von Mihai Paduretu trainierte Team ist ein Aushängeschild des Vereins. Nachschub aus den eigenen Reihen gab es für die Erstliga-Truppe bislang allerdings kaum. Allein Gerrit Zeitler schaffte den Sprung aus dem Jugend- in den Herrenbereich, und der mittlerweile 18-Jährige wurde aufgrund seines außergewöhnlichen Talents schon vor knapp fünf Jahren mit Blick auf die Männer-Mannschaft in den Verein geholt. Nun wollen die Unterhachinger ihre Nachwuchsarbeit intensivieren, und zwar mit Hilfe von Marion Zeitler, Mutter von Gerrit und dessen Bruder Fabian, der ebenfalls dem Bundesliga-Kader des TSV angehört.<BR>

"Die Jugend ist unsere Zukunft", weiß die neue Nachwuchstrainerin, deren Fachkompetenz kaum zu übertreffen ist. Fast 200 Länderspiele hat die heute 50-jährige Diplom-Betriebswirtin bestritten, sie nahm an mehreren Europameisterschaften teil, holte einige nationale Titel und 1982 mit dem SV Lohhof sogar den Europapokal. Seit zwei Jahren besitzt sie die Trainer-A-Lizenz, sie ist ferner im Bayerischen Volleyballverband im Bereich Fortbildung und in Oberbayern als Auswahltrainerin tätig. Im Jahr 2004 profitierte der TSV schon einmal von ihrer Arbeit, als die B-Jugend um Gerrit Zeitler bei der Deutschen Meisterschaft einen sehr respektablen zehnten Platz belegte.<P>Die Zielsetzung ihrer neuen Aufgabe sieht Marion Zeitler jedoch völlig anders. "Wir wollen die Kinder und Jugendlichen spielerisch an den Ball gewöhnen", erklärt sie, und das sei im Volleyball gar nicht so einfach, denn: "Das ist technisch eine so anspruchsvolle Sportart, dass die Kinder schnell das Interesse verlieren." Um den Nachwuchs bei der Stange zu halten, sei regelmäßiges Training besonders wichtig, und dies ist nun dank des neuen Sportzentrums am Utzweg endlich auch möglich. "Die Hallenkapazität war bisher das größte Problem", so Marion Zeitler, die gemeinsam mit TSV-Volleyball-Vize Rudi Stein beim Aufbau der Nachwuchs-Basis vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Schulen setzt, zunächst vor allem auf Kinder aus der dritten und vierten Klasse. Aber auch ältere sind zu einem Schnuppertraining eingeladen.<P>Dabei verspricht die Trainerin ein durchaus altersgerechtes Üben. "Wir dürfen nicht zu früh zu viel verlangen." Schließlich gehe es zunächst um das Schaffen einer breiten Grundlage: "Wir können nicht davon ausgehen, dass wir in jedem Jahrgang zwei Bundesliga-Spieler rausbringen, aber wir brauchen die Breite, damit wir auch die Spitze bekommen." Und auch in anderer Hinsicht könnte das Bundesliga-Team von der Nachwuchsförderung profitieren: "Volleyball-Publikum aus der Umgebung bekommen wir auch über die Kinder", glaubt Marion Zeitler und kündigt an: "Wir wollen da eine Lawine ins Rollen bringen." Das Training für den Volleyball-Nachwuchs läuft ab 8. Februar, jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Sportzentrum am Utzweg. Anmeldung über die TSV-Geschäftsstelle unter 61 10 02 94, Mo, Di, Do von 9.30 bis 12.30 Uhr, Mi, 15 bis 18 Uhr.<P><P>

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