Erfahrungsbericht im Gemeinderat: Geisterfahrer im neuen Kreisel

Aschheim - Es geistert in Aschheim. Mehrfach haben Gemeinderäte über Geisterfahrer und orientierungslose Nutzer des neuen Kreisels an der Autobahnausfahrt Aschheim Nord berichtet.

Dieser ist zwar befahrbar, hat aber unverkennbar Baustellencharakter. Noch kann der Hauptverkehrsstrom auf der B 471 in Richtung Süden nicht über den „Overfly“ zur neuen Ostumfahrung gelenkt werden, sondern muss runter in den Kreisel und dort rechts nach Aschheim abbiegen. Wer zur Autobahn will, muss sogar noch einmal unter dem Overfly durch und dann nach rechts auf die Autobahn fahren.

Die zuständige Polizeiinspektion in Haar hat allerdings keine Kenntnisse von den Sekunden kurzen Geisterfahrten am neuen Kreisel. Unfälle haben sich auch nicht ereignet, berichtet Josef Trenkler. Aus Erfahrung weiß er aber, dass es neue Kreisel in sich haben. Bei den ersten Kreisverkehren in der Region sind manche Autofahrer sogar einfach geradeaus drüber hinweg gefahren, erinnert er sich. Das ist beim Aschheimer Kreisel mit Overfly nicht möglich. Es wäre ein fataler Frontalzusammenstoß mit Brückenpfeilern und Erdmasse.

Im Rathaus trifft von allen Seiten Lob für die gute Verkehrslösung ein, berichtete Bürgermeister Helmut Englmann und hofft auf einen schnellen Witterungswechsel mit Frühlingstemperaturen. Dann können die Bauarbeiten vollendet und die endgültige Beschilderung aufgestellt werden. ar

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