Erzieher sollen ab Januar mehr verdienen

Garching - Der Kampf um Fachkräfte bei der Kinderbetreuung geht in eine neue Runde. Für den wahrscheinlichen Fall, dass die Erzieher in der Landeshauptstadt bald eine sogenannte Arbeitsmarktzulage erhalten, hat nun auch die Stadt Garching angekündigt ihre Gehälter anzuheben.

„Wenn der Münchner Stadtrat entscheidet, einen freiwilligen Zuschuss für Erzieherzu zahlen, dann werden wir ebenfalls nachziehen müssen“, sagte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) im Hauptausschuss. Diese Entscheidung habe er in Absprache mit den Rathauschefs der sieben weiteren Nordallianz-Kommunen getroffen, sagte Gruchmann.

Der Bürgermeister betonte, dass eine bessere Entlohnung von Erziehern generell wünschenswert sei. „Allerdings muss uns auch bewusst sein, dass bei so einer Zulage schnell 100 000 Euro pro Jahr an zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommen.“ Schließlich werde die geplante Arbeitsmarktzulage die Gehälter von Erziehern um bis zu 20 Prozent erhöhen. Aktuell steigt ein Berufsanfänger mit einem Gehalt von rund 2500 Euro ein; theoretisch könnte die Arbeitszulage ein Plus von bis zu 500 Euro bedeuten.

Nach inoffiziellen Informationen werde die Regelung in München zum 1. November in Kraft treten, sagte Gruchmann. So schnell wird es in Garching nicht gehen. Vielmehr rechnet der Bürgermeister damit, dass dort ab Januar mehr Geld bezahlt wird. Er appellierte er an die Ausschussmitglieder: „Wenn Sie von Erzieherinnen angesprochen werden, dann können Sie sagen: Auch in Garching wird es die Zulage geben.“

Patrik Stäbler

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