Gesundes Essen, gesundes Herz: Kreisbäuerin Maria Knoller (l.) und Ulrike Birmoser vom Verbraucherservice. Foto: dv

Gut essen, Herz schonen

Oberhaching - Oberhaching - Lieber Olivenöl als Sahnesoße: Beim Landfrauen-Treff erläutert eine Referentin die Vorzüge von herzgesunder Ernährung

"Den Landfrauen kommt die wichtige Aufgabe zu, die Zubereitung von Alltagsgerichten, regional und gesund, zu fördern und den Menschen diese nahe zu bringen“, hat Ulrike Birmoser vom Verbraucherservice Bayern bei ihrem Vortrag über „Herzgesunde Ernährung“ bei der Gebietsversammlung der Landfrauen erklärt. Rund 45 interessierte Landfrauen von Unterhaching, Taufkirchen über Sauerlach, Arget und Oberbiberg bis Straßlach, Dingharting und Schäftlarn informierten sich im Oberhachinger Weißbräu über medizinische sowie praktische Aspekte gesunder Ernährung, die vor allem das Herz unterstützt.

„Früher betrachtete man Probleme mit dem Herzen als typisches Männerthema, doch mittlerweile weiß man, dass Frauen ebenso betroffen sind, nur später im Leben“, sagte Birmoser. Ursachen für Herzerkrankungen sind neben zu wenig Bewegung, Stress und Rauchen auch ungesunde Ernährung mit zu viel Fett ebenso wie zu große Portionen.

Doch wie lässt sich das praktisch bei den täglichen Mahlzeiten im Familienkreis verändern? Da mag der eine gern Fleisch, der andere bevorzugt Sahnesoßen und beim nächsten geht es nicht ohne Panade, üppig in Butterschmalz herausgebacken. „Letztlich macht es die Mischung und moderater Verzehr“, betonte Birmoser. „Auch die mediterrane Küche, die mit viel Gemüse und ungesättigten Fettsäuren wie Olivenöl umgeht, kann auf bayerische Gewohnheiten heruntergebrochen werden.“ Sie schlug den Bäuerinnen vor, die Fleischmenge des Sonntagsbratens zu reduzieren und stattdessen mehr Kraut anzubieten, vielleicht nach neuer Rezeptur.

Nach ihren Worten ist eine vielseitige Ernährung besonders wichtig. „Essen Sie bunt im wahrsten Sinn des Wortes, da ist beispielsweise die asiatische Küche sensationell in ihrer Vielfalt.“ Dazu kann man auch heimische Gemüsesorten verwenden und diese mit Nüssen oder Samen aufpeppen. „Machen Sie einen bunten Gemüseauflauf und statt der reinen Käsekruste nehmen sie eine Mischung mit Schmand, Käse und Nüssen, das ist knusprig und schmeckt lecker.“ Wie sie weiter berichtete, stellen regional angebaute Lebensmittel, wenn möglich in Bio-Qualität, für Gesundheit wie Umwelt ein großes Plus dar, da eine schonende Landwirtschaft unterstützt wird und die Transportwege kurz sind.

Birmoser warnte vor vorgefertigten Lebensmitteln, die oftmals viele Zusatzstoffe enthalten. „In diesem Fall sollte man sich die Zutatenliste genau ansehen“, meinte die Referentin. Kreisbäuerin Maria Knoller freute sich über das Interesse der Landfrauen: „Wir versuchen mit unterschiedlichen Themen soziale Trends aufzugreifen.“

Als nächstes steht ein Vortrag über „Beschäftigungsverhältnisse in der Landwirtschaft“ auf der Agenda, und am Donnerstag, 3. März, sind Interessierte zum „Tag der Bäuerin“ zum Thema „Vielfalt leben“ nach Aschheim eingeladen.

Birgit Davies

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