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Turnhallen-Planung im Gemeinderat

Sportgaststätte wird saniert

Feldkirchen - Die Wasserleitungen zu den Duschen sind zu groß und damit anfälliger für Keime, die Elektroanlangen sind teilweise so gefährlich, dass schon vereinzelte Reparaturen in Auftrag geben werden mussten.

Der Zustand der Feldkirchner Sportgaststätte klingt nicht gut. Etwa 200 000 Euro würde eine Sanierung kosten, die ungefähr fünf Jahre vorhalten könnte. Die Entscheidung drängt, denn am 16. März startet der Spielbetrieb beim TSV Feldkirchen, bis dahin braucht der Verein funktionierende Duschen. Und was passiert dann mit der Gaststätte? Genau das beschäftigte den Gemeinderat. Soll die Gemeinde nur die Duschen sanieren, die Gaststätte und die zwei Wohnungen in dem Gebäude aber nicht? Damit würden nicht nur Mieteinnahmen entfallen, „ein Sportverein ohne die Möglichkeit, sich zusammenzusetzen, ist kein Sportverein mehr“, sagte Reinhard Mulzer (CSU). Auch muss der TSV für bestimmte Sportarten Essen anbieten, das wäre ohne Küchenräume über Jahre eine Herausforderung. Aber: „Der TSV würde die Kröte schlucken“, sagte Thorsten Guhlke (SPD). Bis zur Fertigstellung der geplanten Dreifachturnhalle im Jahr 2017 oder 2018, in der auch eine Küche sein soll, würde der Verein sich um Alternativen für das Essen kümmern. Doch die neue Halle bietet Potenzial für weitere Ideen. Herbert Vanvolsem (CSU) schlug eine „Anlage aus einem Guss“ vor: Warum sollte man nicht die neue geplante Halle mit dem Vereinsheim kombinieren? Diese Idee stieß auf Sympathie. „Wenn wir das kostenmäßig hinkriegen, dann haben wir kein Stückwerk“, sagte Verena Claudi (SPD). Michael Burger (SPD) dagegen warnte: „Wir kommen in den nächsten zehn Jahren nicht mehr zur Turnhalle, wenn wir’s nicht so machen, wie beschlossen.“ 

Dreifachturnhalle und Vereinsheim verbinden?

Auch Feldkirchens Bauamtsleiter Christian Stöhr konnte nichts versprechen. Zwar ist die Turnhallenplanung gerade noch in einer Vorentwurfsphase, in der noch größere Änderungen eingebracht werden können. Stöhr mahnte aber, dass das Vergabeverfahren für die Planer rechtlich angreifbar werden könnte, wenn das Bauvorhaben so stark verändert werden würde. Das will die Verwaltung jetzt prüfen. Einigen konnte sich die Mehrheit des Gemeinderats darauf, dass das komplette Vereinsheim erst einmal saniert wird. „Klar ist das jetzt viel Geld, aber es ist nicht nutzlos. Wir gewinnen Zeit zum Planen“, sagte Andreas Janson (Unabhängige Wählervereinigung). 

Gleichzeitig läuft die Prüfung, ob und unter welchen Umständen Vereinsheim und Dreifachturnhalle kombiniert werden könnten. Der TSV soll zumindest am 16. März mit benutzbaren Duschen in die Spielzeit starten können, das versprach Bürgermeister Werner van der Weck nach der Abstimmung.

Benedict Witzenberger

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