Ein letztes Mal stellen (hinten v.l.), Petra Dengl, Anne Kussmaul, Allessandra Motta Rees, Ulrike Fischer, Elisabeth Schmuck sowie (vorne v.l.), Katja Ochoa Molano, Hannes Höfler und Bettina Feldermann gemeinsam aus. foto: Robert brouczek

Ein facettenreiches Jubiläum zum Abschied

Hohenbrunn - Der „Lebensraum Kunst“ in der Hohenbrunner Dorfstraße schließt Ende März. Mit „Facettenreich 10“ präsentieren die Künstler aus den Ateliers ihre Arbeiten in einer großen Ausstellung, gleichzeitig ist es ein Abschied.

Ein letztes Mal treffen Kunstfreunde auf die unterschiedlichsten Werke in der besonderen Atmosphäre. Zu sehen sind abstrakte und gegenständliche Malerei in Acryl, Aquarell und Öl sowie Glasobjekte von Alessandra Motta-Rees, Anne Kussmaul, Daniela Cejnar, Hannes Höfler, Petra Dengl, Bettina Feldermann, Hannes Höfler und Katja Ochoa Molano.

Objekte aus Glas stellt Ulrike Fischer aus. Zehn Mal haben die Mieter der Ateliers, die im Laufe der elf Jahre „Lebensraum Kunst“ teilweise gewechselt haben, ihre Werke in einer großen Ausstellung gezeigt, das Motto lautete stets „Facettenreich“, und stand für die Vielfalt der Stile und die Techniken. Die verschiedensten Künstlerpersönlichkeiten trafen hier zusammen. Ein letztes Mal haben die Galeristinnen Veerle Marissen und Arja Decker die Hängung der Arbeiten übernommen, aus dem „Lebensraum Kunst“ sind sie aber ausgezogen, und haben wenige Meter weiter eine kleinere Galerie eröffnet.

Elisabeth Schmuck, die mit ihrem damaligen Mann Martin Irlinger den ehemaligen Stadl zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsraum umgebaut hat, hielt bei der gut besuchten Vernissage eine Abschiedsrede. Sie blicke zurück „ auf spannende, aufregende, anstrengende und erlebnisreiche elf Jahre“ und sei für das Erlebte zutiefst dankbar. Der Auslöser für das Projekt sei damals das Hohenbrunner Kulturfestival „Kauderwelt“ gewesen, das ihr Bruder organisiert habe. „Jedes Mal, wenn es vorbei war, hatte ich das Gefühl, da fehlt etwas.“ Mit dem Lebensraum habe sie einen Ort schaffen wollen, an dem Menschen zusammenkommen, kreativ werden und sich selber ausprobieren können. Ob Tanz, Musik oder Kunst - in den vergangenen Jahren sei einem abwechslungsreichen Programm Raum gegeben worden. „Wir haben experimentiert und ausprobiert, wir haben viel gearbeitet, oft um die rechte Form gerungen und immer wieder neue Wege gesucht. Wir haben gefeiert, gelacht und uns miteinander und aneinander gefreut.“

Dennoch habe sie die Arbeit an dem sich ständig wandelnden Projekt viel Kraft gekostet, und sie habe sich in den zwei vergangenen Jahren immer mehr zurückgezogen. Sie habe mit ihrem Lebensgefährten einen Bauernhof mit Seminarhaus zwischen Regensburg und Cham gekauft und widme sich dort dem Aufbau eines Archehofes mit Seminarbetrieb. Was aus dem Veranstaltungsraum wird, ist noch offen. Es gebe Gespräche mit zwei Künstlerinnen, sagte Schmuck. Die „Lebensraum“-Künstler hätten zum teil schon neue Ateliers, zum Teil würden sie über einem gemeinsamen Projekt brüten. Das Samstags-Maltreffen mit den Kindern und Jugendlichen, das Künstlerin Katja Ochoa Molana anbietet, finde weiterhin statt.

Bernadette Heimann

Die Ausstellung

endet mit einer Finissage am Sonntag, 01. März, 2015 von 13 bis 17 Uhr. „Kunstsinniger Sonntag“ ist am 1. Februar von 13 bis 17 Uhr. Die Öffnungszeiten während der Ausstellung: Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung bei Katja Ochoa Molano, Tel. 0172/6 58 02 31 und Anne Kussmaul, Tel. 0171/7 18 00 26.

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