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Elvis mit Groupies: Die Gruppe vom Pfarracker.

Saisonhöhepunkt

Faschingszug in Unterschleißheim lockt tausende Narren an

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Unterschleißheim – Die Spanne reichte vom bayerischen Märchenkönig über nimmersatte Griechen bis hin zu den Eroberern des Universums. Beim Unterschleißheimer Faschingsumzug boten 27 Gruppen mit rund 700 Teilnehmern tausenden begeisterten Menschen am Samstag ein grandioses Spektakel.

Erfreulich war, dass, auch dank des Besuchs von Faschingsvereinen aus der Region, wieder einige richtig große Wagen mit von der Partie waren. Ein Hingucker war der Faschingsverein „D’Schürznjaga“ aus Gernlinden, die sich vor ein paar Jahren einen gebrauchten Anhänger eines 17-Tonnen-Lastkraftwagens gekauft haben. Sie trugen die griechische „Raupe Nimmersatt“ zur Schau, die immer mehr Geld braucht.

Raupe Nimmersatt

Der Weg zur Idee für diesen Motivwagen war ein witziger: „Ehrlich gesagt haben wir uns erst die Kostüme besorgt und dann das Motto und den Wagenaufbau gemacht“, sagen die Schürzenjäger. Die Mitwirkenden verkleideten sich als Erdbeeren, Zitronen, Himbeeren oder Bananen. Daraus wuchs der Gedanke, dass nimmersatte Raupen die Früchte im Visier haben, und dann war der Weg nach Griechenland nicht mehr weit. Mit 1,2 Tonnen Bonbons und einem eigenen Dixi-Klo auf dem Hänger waren die Gernlindener unschlagbar. „Nächstes Jahr verlangen wir einen Euro für die Toilettenbenutzung“, witzelte Jürgen Wagner über das fahrende WC mit Partymusik.

Ab ins All

Noch ein Stück weiter in die Ferne gingen die Raumfahrer der Tennisabteilung des SV Lohhof, bei denen Desire Cheki die spacige Idee hatte. Bei dem Ziel der Reise waren sich die Astronauten aber noch nicht ganz so einig. Daniela Bauer formulierte dann einfach einmal eine Rundroute: „Wir nehmen alle Sterne am Himmel mit und landen dann auf dem Mond.“ Auf dem Weg dorthin wurden die Kinder aus Unterschleißheim mit großen Kisten Bonbons und Tennisbällen beschenkt.

Diese Schule "be - Geister -t"

Während sich die Tennisspieler auf dem Weg ins Universum wähnen, präsentierte sich die 30 Personen starke Gruppe der Montessori Schule Unterschleißheim als irdische Geister. „Die Schule, die be – GEISTER – t“ war das Motto der Gruppe. In den vergangenen Wochen haben die Kinder die Deko mit Liebe selbst gebastelt, und selbst der einzige Hund (!) des Umzuges war als Geist in ein weißes Laken gehüllt. Organisator Michael Irl sieht mit dem Auftritt die Bildungseinrichtung perfekt präsentiert: „Bei uns gehen die Kinder gerne zur Schule, weil es einfach Spaß macht.“ 

Wintervertreiber

Eine ganz besondere Gruppe waren die „Wintervertreiber“, die sich als große Familie vorstellten. Ein Dutzend Unterschleißheimer Bürger hat sich zusammen getan, um als Mischung zwischen Perchten und Knecht Ruprecht den milden Winter endgültig wild feiernd zu verjagen. Die vielen Zuschauer wurden bei dem Umzug vom Festplatz bis zum Rathausplatz mit vielen Tausend Süßigkeiten beschenkt und hatten viel Spaß. Vom aktuellen politisch-kritischen Mottowagen („Der Politikdrache hält das Volk zum Narren“) gab es alles zu sehen bis hin zum legendären bayerischen Märchenkönig Ludwig II.

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