Keine Nachwuchssorgen: Kinder- und Jugendblaskapelle. gefö

Fast wie am Wiener Hof: Blasorchester Ismaning schwelgt in Walzern und Märschen

Ismaning - Wie viel begabten Nachwuchs das Blasorchester Ismaning erwarten darf, zeigte sich im ersten Teil des Neujahrskonzertes, als Markus A. Walter die Kinder- und Jugendblaskapelle dirigierte. „We are the champions" hieß es am Ende.

Das scheint Programm, wie die vier wunderbar gespielten Stücke zeigten. Klar, dass es nicht nur großen Beifall der Eltern gab - und als Zugabe die feurige Samba „Tequila“.

Die 180 aufgeregten jungen Tanzpaare, das großartige Flair des Wiener Opernballs beim Einzug der Debütantinnen, mussten sich die Ismaninger, so Moderatorin Anna Ernst augenzwinkernd, zwardazudenken. Aber zumindest gab es nach dem Einzug der Ismaninger Bläser die passende Musik, die „Fächerpolonaise aus königlicher Feder“, von Walzerkönig Carl Michael Ziehrer. In guter alter Wiener Hofballzeit blieb das Blasorchester auch bis zum Konzertende. Aus der Operette „Das Spitzentuch der Königin“ von Johann Strauß war „Rosen aus dem Süden“ zu hören. Ein Stück, das vor allem mit den vielen hohen und tiefen Passagen der Einzelinstrumente zu einem kraftvoll swingenden Ganzen führte. Da hielt es selbst Tubist Heinrich Schmid kaum noch auf dem Stuhl und er schien mit seiner Tuba, wie auch sein Partner daneben, im Takt zu schunkeln. Strauß war nochmal mit seiner Schnellpolka „Leichtes Blut“ zu hören, ein Stück, dass er 1867 extra für einen Auftritt an den Faschingstagen in Paris geschrieben hatte.

Wie anders Franz Lehar, der jüngste Militär-Kapellmeister seiner Zeit, der mit „Gold und Silber“ seinen ersten großen Erfolg Ende des 19. Jahrhundert feierte. Da geht die humorvolle Leichtigkeit des Wiener Schmähs eher in eine versuchte Lockerheit eines doch ernsthaften Militärstückes über.

Mit dem größten Erfolg Franz von Suppés, seinem Boccaccio Marsch beendete das Blasorchester den Abend aber noch nicht. Denn der Beifall wollte nicht enden und so gab es die zwei ersehnten Zugaben: Johann Strauß' „Tritsch Tratsch Polka“ und der Freundschaftsmarsch „Mein Heimatland“. agm

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