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Noch nicht voll erschlossen für Radfahrer sind die Hauptverbindungsachsen in Ottobrunn, wie die Grafik zeigt. Die Farbe grün markiert die vorhandenen Radwege, rot zeigt das Stück zwischen Rosenheimer Landstraße und Spitzwegstraße, für das die FDP Ottobrunn einen Radweg fordert.

Gesprächsrunde am kommenden Montag

FDP fordert Radweg an Putzbrunner Straße

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Ottobrunn - Einen Schutz für Radler fordert die FDP-Fraktion im Ottobrunner Gemeinderat auf einem knapp zwei Kilometer langem Abschnitt entlang der Putzbrunner Straße. Dabei hoffen sie auf den CSU-Bürgermeister Loderer.

Gefahren lauern überall: Auf der Fahrbahn Autos und Laster, auf dem Gehweg unübersichtliche Einfahrten und Mülltonnen. „Radfahren wird immer unsicherer“, meint Ottobrunns Gemeinderat Axel Keller. Vor allem an der Putzbrunner Straße in Ottobrunn. Darum fordert die FDP-Fraktion einen Radschutzstreifen – auf rund zwei Kilometern Länge zwischen Rosenheimer Landstraße und Spitzwegstraße. Zwar gibt es zwischen Hermann-Löns- und Spitzwegstraße bereits einen Radweg, aber nur von Osten nach Westen. Keller wünscht sich einen solchen auch in der Gegenrichtung.

Er fährt dort nahezu „täglich“, alle kleinen Touren im Ort erledigt er mit dem Fahrrad. Und schon mehrfach musste er an der Putzbrunner Straße „scharf bremsen, sonst hätte mich ein Lkw erwischt“. Er hat beobachtet, dass „dort der Verkehr und der Parkdruck in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben“. Seiner Meinung nach vor allem „zulasten der Radler“. Sie würden auf den Gehweg verbannt, dort gibt es Ärger und gefährliche Situationen mit Fußgängern. Mülltonnen werden zu Hindernissen, Hecken und Mauern verdecken anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht auf die Radler. Für Axel Keller ist klar: „Man muss was für die Radfahrer tun.“

Sein Antrag für einen Schutzstreifen, der die Gemeinde rund 26 000 Euro kosten würde, wird am kommenden Montag besprochen. Keller glaubt, dass die Entscheidung „sehr knapp“ ausfallen wird. Den Antrag der Grünen/ÖPD-Fraktion für einen Radweg an der Cramer-Klett-Straße hatte der Planungsausschuss im April abgelehnt (wir berichteten). Zwar hätten weder das Landratsamt noch die Polizei und das beauftragte Ingenieurbüro Scherer & Kurz – anders als am Cramer-Klett-Weg – Einwände gegen einen Radweg an der Putzbrunner Straße. „Es gab keine K.O.-Kriterien.“ Aber: Für diesen würden insgesamt 60 Parkplätze wegfallen. Immerhin rund ein Viertel aller Stellflächen entlang der Putzbrunner Straße in diesem Abschnitt. Es gibt Befürchtungen, dass die Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz dann in die Anliegerstraßen ausweichen.

Keller würde sich freuen, wenn die Stellflächen dennoch zugunsten der Radler geopfert würden. Und er sieht Vorteile: Wenn weniger Pkw am Straßenrand stehen, „fließt der Verkehr auch wieder flüssiger“. Und die Fußgänger hätten den Gehweg wieder für sich, Konflikte würden vermieden.

Er hofft nun auf die Unterstützung der SPD sowie der Fraktion aus Grünen und ÖDP – und im besten Fall auf die von Bürgermeister Thomas Loderer (CSU). Denn „er fährt auch sehr gerne Rad“.

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