Feldkirchen kappt Dreifach-Turnhalle um ein Stockwerk

Feldkirchen - Nur zwei Stockwerke hoch und damit ein Drittel kleiner als ursprünglich geplant wird die neue Dreifach-Turnhalle. Dafür bleiben die Kosten in Höhe von 7,9 Millionen Euro unter der vom Gemeinderat festgelegten Ober-Grenze von acht Millionen Euro. Der Gemeinderat hat so die Kosten von 13 auf 7,9 Millionen Euro gesenkt.

Ein Fein-Tuning über die räumliche Nutzung ist noch möglich, am Bau-Volumen aber nichts mehr zu ändern. Mit dem Wegfall des dritten Geschosses wird die Halle um gut 10 000 Quadratmeter kleiner und damit vor allem auf die doppelten Umkleiden verzichtet.

In der dem Gemeinderat präsentierten Machbarkeitsstudie, die als Grundlage für das Raumprogramm dient, wurde deutlich, dass die Funktionalität der Halle damit aber nicht eingeschränkt wird. Weiterhin stehen drei Hallen mit jeweils 405 Quadratmetern, eine große Tribüne mit 280 Quadratmeter sowie ein Kraft- und Konditionsraum mit 70 Quadratmetern im Plan. Zudem eine Küche, sechs Umkleiden mit Sanitäranlagen sowie diverse Geräte- und Nebenräume.

Ebenso halten die Räte auf Empfehlung von Architekt Marcus Vollmann am „Eingraben“ der Halle fest, womit sich der kompakte Baukörper in die umgebende Bebauungsstruktur einpasst. Das Grundwasser stelle keine Probleme dar, die Gefahr des Aufschwimmens bestehe nicht und auch der sehr tragfähige Untergrund spräche für diese Ausführung. Die sich durch die Tieferlegung ergebenden Mehrkosten würden durch das Wegfallen von Unterhalt- und Folgekosten für Hauswände aufgewogen.

Durch die Höhen-Staffelung im Gebäude ergibt sich laut Architekt Marcus Vollmann eine Zäsur, vom ebenerdigen Eingang kommend sei der Blick über die Tribüne auf die tiefer liegende Halle optimal gegeben. Im Inneren der Halle ist viel Holz für ein gutes architektonisches Klima vorgesehen.

Inklusive Bauneben- und Erschließungskosten steht nun unter dem Strich eine Summe von 7,9 Millionen Euro. „Der entscheidende Rutsch nach unten hat sich durch die Sanierung des Raumprogramms ergeben“, sagt Vollmann. Die Streichungen und Kürzungen seien mit der Projektgruppe Sport und dem TSV abgestimmt, mehr aufgrund der vom Gemeinderat vorgegebenen Kostenobergrenze aber auch nicht möglich.

Eine spätere Aufstockung hielt sich Andreas Janson (UWV) aber noch offen, ebenso eine weitere Einbindung des TSV Feldkirchen bei der Ausgestaltung der Raumnutzung. Mit dem einstimmigen Ja der Gemeinderäte zur am Donnerstag vorgelegten Machbarkeitsstudie geht das Projekt „Dreifach-Sporthalle“ nach dem Stopp 2014 aufgrund der Kostenexplosion auf 13 Millionen zum zweiten Mal in die Planausschreibung. Baumamtsleiter Christian Stöhr rechnet mit gut 24 Monaten für die Planung und Bauphase, demnach könnte die Halle 2017 stehen. sab

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