Die Randalierer wurden vorübergehende festgenommen.
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Die Randalierer wurden vorübergehende festgenommen.

AUSSER KONTROLLE

Aggression in der S-Bahn: Polizei nimmt gewalttätige Randalierer fest

  • Marc Schreib
    vonMarc Schreib
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Zwei Fahrgäste außer Rand und Band musste die Bundespolizei am Donnerstag festnehmen, Sie randalierten in der S-Bahn (S2 und S4) und wurden gewalttätig.

Haar/Feldkirchen - Kurz nach 12 Uhr bekam die Bundespolizei die Nachricht, dass ein aggressiver Fahrgast bei der Kontrolle kein Ticket vorweisen konnte und zudem in der S-Bahn keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Er saß in der S4 stadtauswärts. Am Haltepunkt stiegen die Kontrolleure mit dem Mann aus. Dort warf der 44-Jährige aus Sierra Leone eine Glasflaschen auf die Gleise, bevor er in die nächste S-Bahn Richtung Ebersberg wieder einstieg. Am S-Bahnhaltepunkt Vaterstetten hatten die drei erneut die S-Bahn verlassen. Dort beleidigte und bespuckte der 44-Jährige eine DB-Mitarbeiterin.

Biss in den Handrücken

Damit nicht genug, biss der Westafrikaner einem Kontrolleur in den Handrücken. Der 44-Jährige, der in Zorneding wohnt, wirkte angetrunken und verweigerte einen freiwilligen Atemalkoholtest. Er war im Mai 2014 erstmals nach Deutschland eingereist und ist im Besitz einer Duldung. Gegen ihn wird jetzt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Erschleichen von Leistungen ermittelt.

Pole hat 2,3 Promille im Blut

Der zweite Fall spielte sich gegen 19:15 Uhr ab. Ein 28-jähriger Pole randalierte in einer S2, die stadtauswärts fuhr. Zunächst beleidigte der aus Buxtehude, Niedersachsen, stammende einen 37-Jährigen aus Markt Schwaben, dann würgte er einen 23-Jährigen aus Poing, der sich couragiert einmischt hatte.. Mehrere Reisende, darunter eine 23-jährige Beamtin der Münchner Landespolizei, die privat unterwegs war, sowie drei Männer im Alter von 23, 26 und 30 Jahren aus Anzing, Kirchheim und Markt Schwaben rangen den Polen zu Boden. Sie hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Die S-Bahn hatte am Haltepunkt Feldkirchen bis zum Eintreffen der alarmierten Streifen der Bundespolizei gewartet.

Auch auf der Wache noch aggressiv

Bei der Durchsuchung auf der Dienststelle versuchte der 28-Jährige die Beamten zu schlagen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,32 Promille. Der Pole musste daher seinen Rausch auf der Wache ausschlafen.. Nach einer Sicherheitsleistung in Höhe von 390 Euro wurde er entlassen. Gegenden Mann aus der Hansestadt wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. . Während der 23-jährige Poinger leichte Rötungen am Hals aufwies, allerdings keine ärztliche Versorgung benötigte, blieben die anderen vier unverletzt.

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