Die alte Flughafenpiste zwischen Neubiberg und Unterhaching
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Auf der alten Flughafenpiste zwischen Neubiberg und Unterhaching.

Von Feldkirchen nach Unterhaching über die ehemalige Flughafen-Landebahn

Etappe 3 der „Tour de Landkreis“: Auf den Spuren des Militärs und der Politik

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Für den Urlaub daheim haben wir eine Radtour durch den Landkreis erstellt. Die „Tour de Landkreis“ ist 141 Kilometern lang, portioniert in sechs Etappen. Heute: Feldkirchen bis Unterhaching.

Landkreis – Nein, die genauen Adressen verraten wir nicht, aber diese dritte Etappe der „Tour de Landkreis“ führt teilweise direkt oder nur wenige Meter vorbei an den Domizilen bekannter Politiker. Ob die SPD-Landtagsabgeordneten Peter Paul Gantzer (Haar) und Natascha Kohnen (Neubiberg), Sozialministerin Kerstin Schreyer (Unterhaching), der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Hahn (Solalinden) oder Altlandrätin Johanna Rumschöttel (Neubiberg) – sie alle wohnen entlang dieser 19,9 Kilometer Etappe von Feldkirchen nach Unterhaching.

Nach dem Start am Bahnhof Feldkirchen rollen wir gemütlich die Sonnenstraße nach Süden, zum „Flugwerk“, einer kleinen Brauerei mitsamt Wirtschaft und Biergarten – wer sich noch nicht gestärkt hat, kann hier gleich den erstes Zwischenstopp einlegen.

Die dritte Etappe der „Tour de Landkreis“.

Ansonsten geht’s nun nach Westen zur B 471 und entlang dieser auf dem Radweg gen Süden mit Bergblick rund um Ottendichl. Vis-a-vis vom Haupteingang des kbo-Klinikums Haar befindet sich, perfekt zum Auffüllen der Wasserflasche, ein Trinkwasserbrunnen, und ab hier folgen wir nun permanent der gelben Radweg-Beschilderung nach Neubiberg und Keferloh. Über den Sport- und Freizeitpark geht’s zu einem kurzen, etwas urbaneren Abschnitt ins Jagdfeld, wo die Radlroute bei einem Briefkasten am Südzipfel vom Jagdfeldring etwas untervermittelt nach links abzweigt.

Nun wird es wieder naturnah(er): auf Feldwegen zum Gut Keferloh mit Biergarten, und auf dem weiteren Weg nach Solalinden folgen bald die nächsten Einkehrmöglichkeiten, außerdem gibt es an der Ecke Keferloher-Markt-/Andreas-Wagner-Straße einen schönen Waldspielplatz für Kinder.

Turm-Doppelpack in Oedenstockach.

Bei der Durchquerung von Solalinden verdient der „Doppelpack“ am Kapellenplatz Beachtung: Wasserturm und Dorfkapelle stehen sich hier wie Geschwister gegenüber. Besonders ins Auge sticht der hölzerne Turm, in dem seit der Renovierung 1902 bis heute die Glocke mit einem Seilzug bedient wird.

Über die Oedenstockacher und die Neubiberger Straße verläuft die Route nun hinein in Wohngebiet. Wobei der (ausgeschilderte) Radweg zu Landschaftspark und Umweltgarten bewusst auf verkehrsberuhigte Nebensträßchen führt, auf denen das Radeln Freude macht.

Unsere Reporter Martin Becker (l.) und Thomas Rychly vor der Landkreis-Redaktion.

Im Umweltgarten Neubiberg, direkt hinter dem Bahnübergang, lassen sich allerlei Tiere beobachten und manchmal auch streicheln: Hühner, Enten, Schafe, Ziegen und Pferde werden wie auf einem ursprünglichen Bauernhof gehalten. Streuobstwiese, Bauerngarten, Steingarten, Kräuterspirale und Staudengarten geben Anregungen zur naturnahen Gestaltung von Gärten.

Natur der anderen Art vermittelt der Landschaftspark Hachinger Tal, über dessen ehemaligen Flughafenpiste wir von Neubiberg nach Unterhaching pedalieren. Auf dem „Neubiberg Airfield“ hatten die US-Streitkräfte einst ihre Truppen und Flugzeuge stationiert, später nutzt – bis 1998 – die Polizeihubschrauberstaffel Bayern genutzt den Flugplatz. Seit 2001 wurde das 126 Hektar große Areal schrittweise in einen Landschaftspark umgewandelt mit beispielloser Artenvielfalt an Schmetterlingen und Vögeln; Relikte auf der Militärvergangenheit können rechts und links der alten Flughafenpiste immer wieder aufgespürt werden. Mit einer kleinen Runde durch Unterhaching, natürlich vorbei an der Landkreis-Redaktion des Münchner Merkur, geht die dritte Etappe am S-Bahnhof zu Ende.

Die dritte Etappe im Überblick

Startpunkt: S-Bahnhof Feldkirchen

Endpunkt: S-Bahnhof Unterhaching

Streckenlänge: 19,9 Kilometer

Höhenmeter: 75 m bergauf, 21 m bergab

Streckenverlauf: Vom Bahnhof Feldkirchen über die Sonnenstraße nach Süden zum „Flugwerk“ (Einkehrmöglichkeit), dann auf der Hohenlindner Straße bis zum Radweg entlang der B 471. Über Ottendichl in die Jagdfeldsiedlung in Haar und weiter nach Neukeferloh, vorbei am Biergarten (Einkehrmöglichkeit) nach Neubiberg zum Umweltgarten. Nun über die ehemalige Flughafenpiste (heute ein Landschaftspark) nach Unterhaching und vorbei an der Landkreis-Redaktion des Münchner Merkur zum Bahnhof.

Wenn Sie die dritte Etappe nachfahren wollen, finden Sie hier die GPS-Tracks zum Download oder auf der Website von Tourentipp. Zum Nachfahren und Nachlesen gibt es hier die erste Etappe und die zweite Etappe.

Die gesamte Tour finden Sie in der interaktiven Google-MyMaps-Karte:

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