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Eingedrückt durch den nahezu ungebremsten Aufprall: Das Lkw-Führerhaus.

Führerhaus zerquetscht

Tödlicher Unfall mit mehreren Lkw auf der A99 - was wir wissen

Nahezu ungebremst ist ein Lkw-Fahrer auf der A99 in einen Rückstau gerast. Der Fahrer starb in Folge des Zusammenstoßes. Nicht das einzige Unglück an diesem Chaostag.

Landkreis – Eine Serie von Unfällen hat sich am Montag auf der A99 ereignet. Ein Unfall endete mit tödlichen Folgen. Nach Auskunft der Autobahnpolizei ereigneten sich bis 15.30 Uhr bereits neun Unfälle auf der A99, der schwerste um 11.35 Uhr. Am Autobahnkreuz München Ost in Fahrtrichtung Nürnberg bremste ein 35 Jahre alter bosnischer Lkw-Fahrer am Stauende ab und blieb stehen. Der hinter ihm fahrende Lkw-Fahrer wich gerade noch so aus, einem 59-jährigen ungarischen Lkw-Fahrer gelang das nicht. 

Er fuhr trotz einer Vollbremsung frontal auf den Lkw des Bosniers auf, dabei wurde das Führerhaus eingedrückt und der Ungar wurde eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Haar, Vaterstetten und Parsdorf befreiten ihn, leisteten erste Hilfe und sicherten die Unfallstelle. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus, dort verstarb der 59-Jährige trotz Reanimationsmaßnahmen nach wenigen Stunden. Die A99 war in Richtung Nürnberg für eine Stunde gesperrt, es bildete sich ein etwa zehn Kilometer langer Stau. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro. 

Bereits gegen 9.30 Uhr ereignete sich ebenfalls auf der A99 in Richtung Nürnberg ein erster, schwerer Unfall. Auch hier übersah der Fahrer eines Kleintransporters, laut Feuerwehr, das Stauende und fuhr auf einen Lkw auf. Die Feuerwehr Hohenbrunn unter der Leitung von Zugführer Wilhelm Feldmeier leistete erste Hilfe, anschließend brachte der Rettungsdienst den mittelschwer verletzten Unfallfahrer ins Krankenhaus. Angaben zum Schaden und der Person machte die Feuerwehr nicht.

Zu den weiteren Unfällen im Tagesverlauf machte die Polizei bislang keine Angaben.

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