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Dem Käfer auf der Spur: ALB-Spürhündin „Bean“ sucht an den gefällten Bäumen nach Duftmarken des Käfers. Sascha Michalak vom AELF Ebersberg, Michael Reiprich von der Gemeinde Feldkirchen, und ALB-Spürhundeführer Hans Döbeli aus der Schweiz.

Bäume gefällt, aber keine Käfer gefunden

Feldkirchen - Nachdem es längere Zeit relativ ruhig um den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) im Quarantänegebiet von Feldkirchen war, fanden Baumsteiger Anfang März erneut Spuren am westlichen Rand des Quarantänegebiets im „Riemer Wäldchen“ und im Gewerbegebiet an der Messe München.

Gefunden wurden keine sogenannten lebenden Stadien wie Larven, Puppen oder Käfer, sondern alte überwallte Eiablagen, Eingangsbereiche, Gangsysteme und Ausbohrlöcher des ALB sowie Bereiche, aus denen der Specht ALB-Larven aus dem Holz geholt hatte. Vertreter der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg (AELF Ebersberg) sind der Meinung, dass diese Funde belegen, dass es ein erhöhtes Risiko gibt, dass sich der Käfer verbreitet. Sie haben deshalb angeordnet, dass im Radius von 100 Metern um die Fundorte vorsorglich alles gefällt werden muss, was der Käfer gerne befällt – in Bayern sind es 16 spezifizierte Pflanzengattungen. Betroffen ist auch teilweise der im Jahr 2005 als Ausgleichsfläche angelegte Teil des „Riemer Wäldchen“ auf Feldkirchner Flur. Hier wurden jetzt die dort vorhandenen Wirtsbäume des ALB, wie Feldahorne, Birken, Weiden und Hainbuchen unter der Leitung von Sascha Michalak (AELF Ebersberg) gefällt. Übrig blieben nur Kiefern und Eichen. Forstingenieur Michael Reiprich vom Umweltamt der Gemeinde Feldkirchen war bei den Fällarbeiten dabei. „Ich bin zufrieden, dass die Fällungen so schnell und reibungslos durchgeführt wurden. Dass auch die schönen Solitärbäume außerhalb der eingezäunten Waldfläche gefällt werden mussten, ist schon mehr als bedauerlich und tut wirklich weh“, sagte Reiprich. Die gefällten Bäume haben ALB-Experten und speziell ausgebildete ALB-Spürhunden sorgfältig untersucht. Mit dabei war auch ALB-Spürhundeführer Hans Döbeli aus dem Kanton Aargau in der Schweiz. Seine Labradorhündin „Bean“ hatte im Herbst vergangenen Jahres einen Befall durch den Asiatischen Laubholzbockkäfer in Berikon/Kanton Aargau entdeckt. Gefunden wurden an den im Feldkirchner Teil des „Riemer Wäldchen“ gefällten Bäumen keine Käfer und auch keine anderen ALB-Befallsmerkmale, wie Sascha Michalak bestätigte.

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