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Beschwerlicher Zugang zum Bahnsteig: Die Treppen sind für in ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste schwer zu erklimmen.

Bahnhof Feldkirchen: Behelfsbrücke wird abgebaut - und durch eine neue ersetzt

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Die Behelfsbrücke am Bahnhof in Feldkirchen ist ein Ärgernis für die Fahrgäste. Nun soll sie abgebaut und ersetzt werden. Durch was, weiß auch die Gemeinde nicht. 

Feldkirchen – Die Behelfsbrücke am Bahnhof in Feldkirchen wird Ende Oktober abgebaut. Sie wird jedoch wieder „nur“ durch ein Provisorium ersetzt. An Barrierefreiheit ist als noch lange nicht zu denken.

Seit über einem Jahr quälen sich Fahrgäste über die Stahlkonstruktion zum Bahnsteig am Feldkirchener Bahnhof. Vor allem im Herbst und Winter, wenn Glatteis und nasse Blätter die Treppenstufen bedecken, wird die Überquerung beschwerlich. Insbesondere für Menschen mit Krücken, Rollatoren oder Kinderwagen, denen es eh schon schwer fällt, zu den Zügen zu gelangen. Doch der Stahlkoloss verschwindet, wie die Deutsche Bahn nun mitteilt.

Bahnhof Feldkirchen: Dann soll die Behelfsbrücke abgebaut werden

Heinz-Josef Reiser, Geschäftsleiter im Feldkirchner Rathaus, liegt – nach mehrmaligem Nachfragen bei der zuständigen Bahn-Behörde – ein Schreiben vor, in dem ihm in Aussicht gestellt wird, dass die provisorische Gerüsttreppe am Wochenende des 31. Oktober abgebaut wird. Der Zeitplan, dass bis Herbst sogar die Barrierefreiheit des Bahnhofs hergestellt wird, könne jedoch nicht gehalten werden. Aus der E-Mail der Bahn gehe ebenfalls hervor, dass es eine weitere provisorische Personenüberführung geben wird, „um die Aufzugsarbeiten fortzusetzen“, zitiert Reiser. Für ihn heißt das, der Aufzug wird nicht fertig.

Welcher Art die neue Überführung sein wird, erschließt sich ihm nicht. „Das kann eine Rampe oder Steg sein, wir in der Gemeinde wissen es einfach nicht“, sagt Reiser schulterzuckend. Er hofft nicht, dass das „Ärgernis im Rahmen der bisherigen Behelfsbrücke durch ein anderes ersetzt wird“. Fakt jedoch sei, wer nicht gut zu Fuß ist oder viel Gepäck habe, der „hat weiterhin Probleme“.

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Da ein konkreter Zeitplan im Bahn-Schreiben fehle, kann Reiser ob der Fertigstellung der Bauarbeiten nur mutmaßen. „2020 wird es sicherlich.“ Bis dahin bleibe für diese Personen weiterhin nur die einfachere Möglichkeit: Mit dem Bus bis zur Messe München fahren und dort in die S-Bahnen einsteigen.

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