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Neues Domizil: Südlich des Guts Oberndorf und westlich der B 471 wird die BayWa auf 7500 Quadratmetern bauen.  

Pläne in Feldkirchen durchgewunken

BayWa darf umziehen

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Die Pläne sind durch, die BayWa kann innerhalb Feldkirchens umziehen. Manchen Gemeinderäten geht das zu schnell.

Feldkirchen – Die Baywa AG will von der Hohenlindner Straße im Zentrum Feldkirchens in den Außenbereich im Süden umziehen. Architekt Georg Gappmaier und Stefan Fiegle von der BayWa stellten die Pläne im Gemeinderat vor und drängten auf eine rasche Genehmigung. Fünf Ratsmitgliedern missfiel der zeitliche Druck. Sie lehnten die Pläne ab. „Wir haben uns auf die Zusage des Gemeinderats von vor einem Jahr verlassen und unser jetziges Grundstück bereits verkauft. Daher wollen wir rasch südlich des Guts Oberndorf neu bauen“, betonte Fiegle. Schon die grundsätzliche Erlaubnis für den Umzug war im Oktober 2016 mit 9:8 Stimmen denkbar knapp gefallen.

Architekt Gappmaier erläuterte die wichtigsten Fakten zum Umzug: Das Gelände ist 7500 Quadratmeter groß, geplant ist eine Werkstatthalle mit zehn Montageplätzen, ein zweigeschossiger Büro-, Lager-, Sozial- und Ausstellungsbereich, eine Reifenstation mit -lager und eine Unterstellhalle. „Im Freien wird es eine Ausstellungsfläche mit 1200 Quadratmetern für 43 Stellplätze und eine Waschplatte geben. Zudem bauen wir eine neue Zufahrt, die auch das Gut Oberndorf nutzt, und auf der B 471 eine Linksabbiegerspur“, sagte Gappmaier.

Gespräche im Landratsamt, im Straßenbauamt und bei der Unteren Naturschutzbehörde hätten überall grünes Licht ergeben. „Beim Straßenbauamt ist man froh über die neue Abbiegespur. So könne man die Geschwindigkeit vor dem südlichen Ortseingang Feldkirchen deutlich reduzieren“, ergänzte Gappmaier. Die Naturschutzbehörde verlangt, dass der Grünstreifen deutlich größer wird.

Alle Ratsmitglieder betonten, dass die BayWa in Feldkirchen gehalten werden soll und der Standort prinzipiell gut geeignet sei. „Aber das ist Außenbereich, landwirtschaftliche Fläche, für die es keinen Flächennutzung- oder Bebauungsplan gibt“, äußerte Michael Burger (SPD) Bedenken. „Diese Pläne müssen wir zuerst erstellen und verabschieden, bevor wir so eine Entscheidung treffen.“ Er lehne daher den Umzug ab. Er sieht durch das Projekt die geplante Süd-Umgehung von Feldkirchen in Gefahr. Andreas Janson (UWF) bezweifelte dies. „Das Gelände ist so riesig, wo die Umfahrung hin könnte.“

Doch auch Silvia Pahl-Leclerque (Grüne) machte deutlich, dass sie einem Bau im Außenbereich ohne Bebauungsplan nicht zustimmen werde. „Außerdem war dort mal die ehemalige Landebahn von Riem. Das wollten wir doch nicht zubauen.“ Auch Herbert Vanvolsem (CSU) ärgerte sich über den zeitlichen Druck. „Vielleicht wäre ein Standort 200 Meter weiter für unsere Ortsentwicklung besser, aber das sehe ich nicht ohne großen Plan.“ “

Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) hielt dagegen, dass die Gemeinde das Traditionsunternehmen BayWa unbedingt halten wolle. „Wenn wir jetzt die falschen Signale senden, verspielen wir die Verlässlichkeit von Gemeinderatsentscheidungen. Wenn wir Pech haben, sind die schnell in Kirchheim oder Aschheim.“ Dies fürchtet auch Thomas Zimmermann (UWF): „Die BayWa hat nach unserem Ok Geld investiert, da können wir jetzt nicht sagen, wir stellen erst mal einen Bebauungsplan auf und bauen kannst du in drei Jahren.“ Mit 15:5 Stimmen genehmigte der Gemeinderat die Planung für den Umzug. 

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