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Ein trauriges Bild bei der Bürgerversammlung: Viele S tühle im Sitzungssaal bleiben leer – nicht zum ersten Mal seit einigen Jahren. 

Beinahe allein

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Stell dir vor es ist Bürgerversammlung. Und kaum einer kommt. So passiert in Feldkirchen. Nicht schön für Bürgermeister Werner van der Weck.

FeldkirchenDes „Volkes Stimme“ brandete während der Bürgerversammlung in Feldkirchen auch in diesem Jahr nicht auf. Dem Tätigkeitsbericht des Bürgermeisters folgten weder Kritik noch Anregungen. Die Chance, das Wort zu ergreifen und gemeindliche Angelegenheiten von Angesicht zu Angesicht mit Werner van der Weck (SPD) zu erörtern, nutzte keiner der rund 40 Zuhörer.

Lediglich zwei fehlende Absperrpfosten wurden moniert. Anscheinend genügen die Möglichkeit der individuellen Bürgersprechstunden und das Bürgerserviceportal, um mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt zu treten.

In gut eineinhalb Stunden fasste van der Weck die Eckpunkte der Gemeindearbeit zusammen. Der 33,1 Millionen Euro starke Haushalt, der sich nach seiner Aussage aufgrund der Steuereinnahmen erfreulich entwickelt, werde vor allem von Ausgaben für die Erweiterung des Geothermienetzes sowie dessen Heizzentrale belastet. Hinzu kämen Baumaßnahmen, wie die Dreifach-Sportanlage, der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs mit der Verbindung auf die Nordseite der Station sowie die Planungen auf dem Raiffeisengelände für günstigen Wohnraum. Diese seien alle bereits weit vorangeschritten und würden zum Teil im kommenden Jahr bezogen oder eingeweiht.

Auch gewinnt das Einheimischenmodell an Fahrt, im November soll die Ausschreibung der Grundstücke erfolgen. Die Anpassung an EU-Richtlinien hat den Tatendrang der Gemeinde allerdings gebremst, „so etwas haben wir früher nicht erlebt“, sagte van der Weck. „Bis zu einem Stopp des Modells wie in Unterföhring soll es bei uns aber nicht führen.“

Als bürgerfreundliche Maßnahmen verwies van der Weck auf das kostenfreie WLAN am Rathaus, Ludwig-Glöckl-Haus und im Gebäude der Volkshochschule, das neue Bürgerserviceportal sowie auf die baldige Errichtung einer Elektroladesäule. Eine Erleichterung habe das Elternportal „Little Bird“ zur Suche nach Kinder-Betreuungsplätzen für Eltern und Verwaltung gebracht, „die Bedürfnisse beider Seiten können so besser berücksichtigt werden“. Eine räumliche Erweiterung der Mittagsbetreuung stellte er mit den Gebäuden auf dem Raiffeisengrundstück in Aussicht.

Zwei Neuigkeiten hatte er aber doch: Ab Januar wird der Gelbe Sack in 14-tägigem Turnus abgeholt, kann dann jedoch nicht mehr am Wertstoffhof abgegeben werden. Und: Die überarbeitete Gemeinde-Chronik ist fertig und wird im Dezember vorgestellt. Vor drei Jahren hatte die Verwaltung die Weiterführung beauftragt, zahlreiche von Vereinen, Organisationen und Privatpersonen zur Verfügung gestellten Berichte und Bilder finden sich nun in der Chronik wieder.

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