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Über das Gewicht einer Wabe staunt Evelyn Pfeuffer von der PC AG. Hobby-Imker Guenther Kraus ist Computerenthusiast und begeistert von der digitalen Bienenwage. 

Aus Raspberry Pi wird „HoneyPi“

Bienen-Waben wiegen: Feldkirchner Hobbyimker staunen über Mikrocomputer

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Die Digitalisierung macht auch vor dem Bienenstock nicht Halt. Wie man für weniger als 100 Euro selbst eine Bienenwage mit massig Sensoren bastelt, erkundete die Feldkirchner PCAG.

Feldkirchen – Bis zum 13. Februar kann man sich beim Volksbegehren Artenvielfalt unter anderem zur Rettung der Bienen eintragen. Da wollte die Feldkirchner PC AG, der Senioren-Computerclub ehemaliger Siemensianer, nicht hinten anstehen. Hobby-Imker Guenther Kraus erklärte den Aufbau eines Bienenstocks und den Sinn einer Stockwaage. Der Informatiker und Hobbyimker Javan Rosokat war per Videotelefonat aus Pforzheim zugeschaltet und erklärte sein System der „smarten Bienenstockwaage“ auf Basis des preisgünstigen Mikro-Computers „Raspberry Pi“ – dehalb genannt „HoneyPi“, was man grob mit „Honigkuchen“ übersetzen kann.

Die smarte Bienenwaage - Ein Studentenprojekt aus Karlsruhe

Winz-Rechner: Ein Raspberry Pi.

Beim Raspberry Pi („Himbeerkuchen“) handelt es sich um einen nur handtellergroßen, Rechner, der je nach Modell nur rund 15 bis 35 Euro kostet – und an den neben Tastatur, Maus und Bildschirm auch Kameras oder Sensoren wie Waage und Temperaturfühler einfach anzustecken sind. Evelyn Pfeuffer von der PC AG führte den Imkern den möglichen Nutzen des Geräts vor, das für weniger als 100 Euro zum „HoneyPi“ werden kann.

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Guenther Kraus (85) ist begeisterter Computer-Nutzer, schon immer Mitglied in der PC AG und seit zehn Jahren Imker. Eine mechanische Bienenwaage, mit dem der aus zwei bis drei übereinander gestapelten Kästen bestehende Stock, also ein ganzes Volk, gewogen werden kann, koste im Fachhandel 700 bis 800 Euro, erklärt er. „Für den Imker ist das Gewicht seiner Stöcke wichtig. Ich kann damit fast alles überprüfen, ohne die Bienen zu stören, ob sich das Volk gut entwickelt und ob noch alle da sind.“

Rechtzeitig herausfinden, ob ein Volk geschwärmt ist

Im Juli, wenn das Bienenvolk mit bis zu 30 000 Tieren seine Maximalbevölkerung erreicht, kann so ein Stock inklusive Honig schon mal 60 bis 70 Kilo wiegen. Damit sich das Volk weiterentwickeln kann, schwärmt irgendwann die alte Königin mit einem Drittel oder gar der Hälfte des Volkes aus und macht einer jungen Nachfolgerin Platz. An diesem Tag verringert sich also das Gewicht des Stocks deutlich – wenn der Imker dann gewogen hat, erkennt er das und kann sein geschwärmtes Volk einsammeln, denn sonst ist es weg.

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„Ich kann beim Wiegen aber auch sehen, ob meine Bienen schön Honig einlagern oder ob sie am Ende des Sommers, wenn sie keine Pollen mehr finden, das von mir angebotene Futter schon aufgefressen haben“, sagt Kraus. Eine Bienenwaage sei also wichtig, behelfen könne man sich mit einer Personen- oder auch Kofferwaage – alles aber mit viel Aufwand verbunden.

„Eine tolle Erleichterung“

Wesentlich komfortabler ist da der „HoneyPi“ zum Selbstbauen von Hobby-Imker Rasokat (22) und seinem Studenten-Team von der Uni Karlsruhe. Kaufen muss man sich das Wäge-Modul, eine Tastatur – und wer möchte Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Alles wird an den Rasperry Pi angesteckt, der in einer Brotzeitbox vor dem Wetter geschützt ist. Strom bekommt der kleine Rechner von einer alten Autobatterie oder einem Akku. Dann noch einen Wlan-Stick eingeschoben, wenn die Bienenstöcke im Wald oder weiter entfernt stehen und man das hauseigene Wlan-Netz nicht nutzen kann. „So kann jeder auf dem Smartphone oder PC die Daten seines Stockes ansehen“, sagt Rasokat. Der Imker sieht, ob Unbefugte am Stock waren, ob es den Bienen zu heiß oder zu kalt ist – oder ob sie geschwärmt sind, so der Entwickler. Und gerät selbst ins Schwärmen: „Für mich als Hobby-Imker eine tolle Erleichterung.“ 

Alle Infos und Erklärungen, 

die Gratis-Software zum Download sowie eine Einkaufsliste für die smarte Bienenwaage gibt es auf www.honey-pi.de.

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