Auf dieser Wiese an der Clara-Schumann-Straße baut die Gemeinde einen Bolzplatz. Der ist so lange in Betrieb, bis ein großes Wohnhaus gebaut wird. Im Hintergrund die Häuser des Einheimischen-Bauprojekts.
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Auf dieser Wiese an der Clara-Schumann-Straße baut die Gemeinde einen Bolzplatz. Der ist so lange in Betrieb, bis ein großes Wohnhaus gebaut wird. Im Hintergrund die Häuser des Einheimischen-Bauprojekts.

bis Haus gebaut wird

Bolzplatz als Platzhalter

  • Bert Brosch
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Bis das Wohnhaus an der Clara-Schumann-Straße gebaut wird, können dort Hobby-Fußballer kicken.

Feldkirchen – Wo jetzt die Ein- und Zweifamilienhäuser des Einheimischen-Modells stehen, befand sich in Feldkirchen viele Jahre ein Bolzplatz. Das Versprechen der Gemeinde lautete, diesen an anderer Stelle wieder zu errichten, doch alle Versuche waren vergeblich. Nun nimmt man das letzte verbliebene Grundstück an der Clara-Schumann-Straße und baut den Platz. Hobby-Kicker könnten dort nun also so lange Fußball spielen, bis ein Wohnhaus gebaut wird.

Durch den Bebauungsplan „Bauland für Einheimische“ fiel der bestehende Bolzplatz an der Clara-Schumann-Straße weg. Um eine neue Spielwiese errichten zu können, nahm die Gemeinde mit Grundstückseigentümern angrenzender Flurstücke Kontakt auf. „Wir haben über Jahre hinweg Gespräche geführt mit den unterschiedlichen Eigentümern“, erläuterte Bürgermeister Andreas Janson (UWV). „Gründe wie die Notwendigkeit der landwirtschaftlichen Nutzung, da sonst ungünstige Ackerunterteilung entstehen, steuerliche Gründe oder die Nähe zu Maschinenhallen führten jedoch zu keinem alternativen Standort.“ Ein Landwirt bot eine Fläche von 2000 Quadratmeter Größe an, diese lag jedoch zu weit außerhalb und es gab Bedenken, dass die Spielfläche als Hundewiese enden würde. Folglich lehnte die Gemeinde die Option ab.

„Bis tatsächlich Bautätigkeiten erfolgen, könnte es als Spielfläche und Bolzplatz genutzt werden“, sagte Janson.

Als Übergangslösung bleibt daher nur das übrige Grundstück an der Clara-Schumann-Straße. Hier ist ein größeres Wohnhaus vorgesehen. „Bis tatsächlich Bautätigkeiten erfolgen, könnte es als Spielfläche und Bolzplatz genutzt werden“, sagte Janson. „Das Grundstück gehört der Gemeinde, es fallen somit keine Pachtkosten an.“ Vier Mitarbeiter des Bauhofs könnten zudem die Fläche mähen, Steine einsammeln und Humus verteilen. Anschließend können sie die Fläche einsäen und walzen. Die Gemeinde kalkuliert mit Personal- und Materialkosten – unter anderem werden 60 Kilo Samen und 100 Kilo Dünger gebraucht – in Höhe von 8300 Euro. „Außerdem müssten wir zur Brahms-, Beethoven- und Clara-Schumann-Straße ein Ballfangzaun errichten, dafür liegt uns noch kein Angebot vor“, sagte Janson.

Thomas Zimmermann (UWV) stellte den Sinn eines solchen Ballfangzauns in Frage, „das ist doch ein Bolzplatz, kein Fußballplatz – da gab es früher auch keine Zäune und die Autos standen direkt am Platz“. Janson versprach zu prüfen, ob es den Zaun wirklich braucht und auch wie viel dieser kostet. Einstimmig beschloss der Bauausschuss den temporären Bolzplatz.

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