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Viel Freude haben (v.l.) Geschäftsführer Jürgen Süß und die beiden Erfinder Holger Sedlak (Gründer) und Oliver Kniffler mit dem „eChiller“.

Start-Up-Unternehmen

Deutscher Kältepreis geht nach Feldkirchen

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Feldkirchen – Das Unternehmen „efficient energy“ aus Feldkirchen ist ein Start-up-Unternehmen erster Güte. Ihr Produkt „eChiller“ ist ein Kühlgerät, das nicht nur Kosten spart, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Das Bundesumweltministerium zeichnete die Erfindung nun mit dem „Deutschen Kältepreis 2016“ aus.

Die Idee für den „eChiller“ entstand in Holger Sedlaks Heizungskeller. Sedlak ist Gründer von „efficient energy“. Er war unzufrieden mit seiner neu eingebauten Ölheizung. „Die war nur unwesentlich effizienter als die alte“, schildert Sedlak. Über 80 Patente bezeugen, dass der Informatiker ein Tüftler ist, der sich gerne neuen Herausforderungen stellt. Eine effiziente Wärmepumpe sollte es werden, „heraus kam die Kältemaschine eChiller“, erzählt der Informatiker.

Leitungswasser als Kühlmittel

Die Maschine setzt auf Wasserkühlung. Als Kühlmittel wirkt Leitungswasser, das unter Vakuum auf 10 bis 28 Grad gekühlt werden kann. „Wir brauchen keine schädlichen Kältemittel und sparen auch noch 80 Prozent Strom gegenüber den herkömmlichen Kühlungen“, nennt Sedlak die Vorteile.

50 Patente stecken im "eChiller"

In dem Gerät stecken über 50 Patente, da „wir annähernd alle Komponenten von ,eChiller selbst‘ entwickeln mussten“. Mit Oliver Kniffler fand Sedlak einen Mitstreiter, acht Jahre haben beide getüftelt, bis sie im Oktober 2014 „eChiller“ auf der Leitmesse der Kälte- und Klimabranche vorstellen konnten. Mit Erfolg.

Neue EU-Regelung spielt der Firma in die Karten

Für das 50-Mann-Unternehmen läuft es gut. Sedlak und Kniffler hatten genau den richtigen Riecher: Denn bis zum Jahr 2030 dürfen laut EU nur noch 20 Prozent an herkömmlichen Kältemitteln verwendet werden. „Gut 90 Prozent der heutigen Kältemaschinen dürfen bis in vier Jahren sowieso nicht mehr auf den Markt. Das schreibt die Verordnung zur Ökodesign Richtlinie vor“, erklärt Sedlak. Und der Markt für eChiller wächst überall dort, wo Prozessoren gekühlt werden müssen, etwa bei der Klimatisierung von Gebäuden, in Rechenzentren oder in der Lebensmittelindustrie. „Der Kältemarkt wird auf rund 85 Milliarden Euro geschätzt, allein 45 000 Rechenzentren gibt es in Deutschland. Und nicht alle Unternehmen wie der Großkonzern Google können ihre Computer an den Polarkreis auslagern“, sagt Sedlak schmunzelnd. Dann kommt sein Produkt ins Spiel.

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