Wilde Szenen ab S-Bahnhof Feldkirchen

Weil sie keine Drogen kaufen wollten: Dealer gehen auf drei Männer los

Feldkirchen - Wilde Szenen am S-Bahnhof Feldkirchen: Weil drei junge Männer am Sonntagmorgen keine Drogen kaufen wollten, sollen zwei Dealer ausgerastet sein. Einer soll sogar ein Fahrrad auf einen der Männer geworfen haben. 

Die drei 18-, 21- und 22-jährigen deutschen Männer wollten gegen 1.30 Uhr nach einer Betriebsfeier in Feldkirchen noch mit der S-Bahn in die Münchner Innenstadt fahren. Am S-Bahnsteig haben ihnen laut eigener Aussagen zwei bislang unbekannte Männer Drogen angeboten. Bei den Drogendealern soll es sich nach Zeugenaussagen um zwei Schwarzafrikaner gehandelt haben, berichtet die Bundespolizei. Als die Männer abgelehnt hätten, sei es zum Streit gekommen. Die mutmaßlichen Dealer seien aggressiv geworden. 

Die drei Männer gaben gegenüber der Polizei an, dass sie zunächst in die Unterführung geflüchtet seien. Dort habe einer der Afrikaner dem 21-Jährigen zuerst mit der Faust ins Gesicht geschlagen und anschließend ein Fahrrad von oben auf ihn geworfen. Hierbei trug das Opfer Schwellungen und Schürfwunden an der Nase und unter dem rechten Auge davon. Der 21-Jährige wurde später noch zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gebracht. 

Zeitgleich habe der zweite Unbekannte den 22-Jährigen gegen eine Wand geschubst, wobei er sich offensichtlich Schürfwunden im Rippen-Bereich zuzog. Weiter soll es dann auf dem Bahnhofsvorplatz gegangen sein. Hier sei auch der 18-Jährige angegriffen und mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sein. Er trug aber keine sichtbaren Verletzungen davon. 

Nach Aussagen von Zeugen, die die Auseinandersetzung beobachtet hatten, flüchteten die Täter in Richtung Ortsmitte. Eine durch die Polizeiinspektion Haar eingeleitete Fahndung blieb aber ergebnislos.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden unter Tel. 089/515550-111. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

mm

Rubriklistenbild: © Westermann/Archiv

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