Für einen neuen Brunnen zur Bewässerung der Tennis- und Sportplätze muss die Gemeinde rund 60 000 Euro investieren.
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Für einen neuen Brunnen zur Bewässerung der Tennis- und Sportplätze muss die Gemeinde rund 60 000 Euro investieren.

Teures Investment in die Tiefe

Für 60.000 Euro: Neuer Brunnen am Sportgelände nötig

  • Bert Brosch
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Der Brunnen am Sportgelände in Feldkirchen entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen. Ein neuer muss her - und der ist teuer.

Feldkirchen – Das war eine teure Überraschung: Die Gemeinde Feldkirchen muss bis zu 60 000 Euro für einen Brunnen am Sportplatz ausgeben. „Das ist nicht wenig Geld, das wir hier ausgeben müssen. Aber für die Wässerung der Sportanlagen ist das dringend notwendig“, resümierte Bürgermeister Andreas Janson (UWV).

Eigentlich nur durch Zufall erfuhren die Verantwortlichen der Gemeinde, dass der aktuell genutzte Brunnen zwischen den Tennisplätzen umgebaut werden muss, weil er veraltet ist. Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb der Sportplatzberegnung mit Grundwasser erteilte das Landratsamt der Gemeinde nämlich am 8. Januar 2001, diese läuft am 31. Dezember 2021 aus. Will die Kommune die Sportplatzberegnung nach diesem Termin weiter betreiben – was sie unbedingt möchte – muss sie bis spätestens 30. Juni beim Landratsamt einen Antrag auf Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis stellen.

Baukosten zwischen 55 000 und 60 000 Euro

Die Jahreshöchstentnahmemenge wurde dabei auf 8000 Kubikmeter im Jahr beschränkt. Zur Überwachung dieser festgesetzten Grenzwerte musste ein geeichter Brunnenwasserzähler eingebaut werden, um sämtliche Werte und Zählerstände in einem Betriebstagebuch zu vermerken. Die Gemeinde stellte nun fest, dass das Betriebstagebuch nicht geführt worden war, bei einem Ortstermin mit dem Wasserwirtschaftsamt München, dem Bauhof und dem Architekten wurde auch festgestellt, dass der bestehende Brunnen den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Es braucht einen neuen.

Für die geplante Sanierung muss die bestehende Brunnenstube zurück gebaut und durch einen neuen Schacht mit Edelstahl-Brunnenkopf ersetzt werden. Durch diese Maßnahme entsteht eine rund drei Meter tiefe Baugrube mit einem Durchmesser von neun bis zehn Meter, wodurch auch in die unmittelbar angrenzenden Flächen eingegriffen werden muss: Die fünf Fahnenstangen müssen ebenso wie mehrere Bäume für die Arbeiten entfernt und danach wieder eingepflanzt, Wege und Pflasterflächen entfernt werden. Insgesamt kommt man so auf Baukosten von 55 000 bis 60 000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Baunebenkosten.

Dass die Erlaubnis im Jahr 2021 ausläuft, war niemandem in der Rathausverwaltung bekannt. Die Unterlagen zum Brunnen musste man erst im Archiv suchen. Demnach wurden auch kein Geld für das Haushaltsjahr 2021 vorgesehen. Da jedoch vom Turnhallenbau noch Reste in Höhe von rund 200 000 Euro vorhanden sind, wird man damit die Kosten für den Brunnen-Umbau abrechnen. Dies beschloss der Bau- und Umweltausschuss einstimmig.

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