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Zu viel, zu schneller Autoverkehr , das ist das Problem in der Zeppelin- und Richthofenstraße.

„Das Hauptproblem sind die Eltern“: Verkehrsärger an Schule und Kita 

  • Bert Brosch
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Viele Eltern beschweren sich in Feldkirchen über die Verkehrsproblematik an der Grundschule und dem Kinderhaus. Dabei sind sie offenbar mitschuldig.

Feldkirchen – Der Verkehrs ist ein Dauerthema an der Grundschule in der Richthofenstraße und am Kinderhaus St. Jakob in der Zeppelinstraße. Seit Jahren beschweren sich Feldkirchner Eltern über zu viel und zu schnellen Verkehr. Doch: „Das Hauptproblem sind die Eltern“, monierte SPD-Gemeinderätin Verena Claudi-Weißig.

Sie weiß, wovon sie spricht. Claudi-Weißig ist nach eigenen Angaben seit Jahren Schülerlotsin. „Autos parken trotz absolutem Halteverbot direkt am Zebrastreifen, das sind fast alles Mütter und Väter, die auch im Höchsttempo ihre Kinder zur Schule oder zum Kinderhaus bringen.“ Sie sei schon zwei Mal sogar fast angefahren worden.

Auch Daniel Golibrzuch (UWV) sieht das Hauptproblem in den Eltern, die es viel zu eilig hätten. „Die Tempo- und Parkverbots-Schilder sind da – man sollte also an die Vernunft der Eltern appellieren können“, sagte Bürgermeister Andreas Janson (UWV). Der Gemeinderat diskutierte das Thema Schulwegsicherheit erneut, nachdem die umliegenden Straßen des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Raiffeisengrundstück dahingehend prüft worden waren. Und hier gibt’s Verbesserungsbedarf, wie deutlich wurde.

„Das bremst wenigstens die Lkw aus“

Wie Mario Höfer aus der Bauabteilung berichtete, sollen größere Schilder und Beleuchtung den Autofahrer die „Tempo 30 Zone“ deutlicher machen. An den Querungshilfen stellt die Gemeinde Verkehrszeichen mit „absolutes Haltverbot“ auf. Zudem will sie die Straßenbeleuchtung vor den Raiffeisen-Baumaßnahmen überprüfen. Die von einigen Gemeinderäten geforderte Ausweisung der Zeppelin-, Richthofen- und des westlichen Teils der Raiffeisenstraße als verkehrsberuhigte Bereiche sei hingegen nicht zu empfehlen. so Höfer. In solchen Bereichen gebe es keine Einteilung in Fahrbahn und Gehwege, da alle Verkehrsteilnehmer die Straße gleichermaßen nutzen dürfen. Ebenso lehnt das beauftragte Ingenieur-Büro eine Auflösung der Gehwege ab.

Herbert Vanvolsem (CSU) schlug vor, die Zeppelinstraße für den Autoverkehr zu sperren. Daraus wird wohl nichts, wandte Michael Schön (UWV) ein: „Das haben wir vor Jahren versucht und bekamen vom Landratsamt eine vor den Latz geknallt, weil das eine Durchfahrtsstraße ist.“ Geprüft wird dagegen eine „Tempo 20“-Zone („Dann fahren alle 30“) sowie ein wechselseitig erlaubtes Parken. Janson: „Das bremst wenigstens die Lkw aus.“

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