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Die neue Turnhalle in Feldkirchen.

Der Rathaus war sauer

TSV-Kritik an neuer Sporthalle: Jetzt wehrt sich der Bürgermeister

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Der TSV Feldkirchen hatte einiges zu bemängeln an der neuen Sporthalle. Das hat den Bürgermeister verstimmt. Er wehrt sich nun gegen die Kritik.

Feldkirchen – Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) war sauer über die Kritik des TSV Feldkirchen an der neuen Sporthalle. Man sei von der ersten Planung bis zur Eröffnung in engstem Kontakt mit der Vereinsführung gestanden, daher könne er nicht verstehen, warum die TSV-Verantwortlichen für ihre Kritik den Weg über die Presse suchten. Sie hatten etliche Punkte im Münchner Merkur bemängelt. An einigen, so der Rathauschef, sei der Verein aber selbst schuld.

So sei richtig, dass eine der beiden Multifunktions-Kletteranlagen, die Multi-Motion-Center, längere Zeit nicht nutzbar waren. „Das lag daran, dass einer der TSV-Übungsleiter das Rohrgestänge zur Befestigung in die falsche Öffnung schob, dabei ist etwas abgebrochen. Das wird aktuell getauscht“, sagt van der Weck.

„Gewiss kein infernaler Krach“

 Die Kritik an der Lautsprecheranlage sind für ihn nicht nachvollziehbar. Ein spezialisiertes Planungsbüro, das solche Beschallungen schon oft eingebaut habe, sei für die Platzierung zuständig gewesen, zudem habe ein Akustik-Fachmann alles ausgerichtet. Wenn die Vorhänge richtig runtergelassen würden und jeder auf die Lautstärke achte, sagt van der Weck, „gibt das ganz gewiss keinen infernalischen Krach“, wie es Brigitte Pfaffinger und Anton Greipel vom TSV behauptet hatten.

Die von den beiden monierten Duschen im Untergeschoss seien bewusst nicht mit eingebauten Föhns ausgestattet, da diese immer schnell defekt oder beschädigt seien. Wenn man dies unbedingt wünsche, könne die Gemeinde in jeder Kabine einen einbauen lassen.

„Wo soll da ein Fehler der Gemeinde sein?“

Die ebenfalls kritisierten Schränke vor den Gymnastikräumen wurden eingebaut, damit da keine nackten Wände stehen und als Service-Möglichkeit, sich rasch vor dem Raum umzuziehen. Van der Weck: „Das sind Standard-Schränke, wie sie in unzähligen Sporthallen stehen. Warum sollten die bei uns falsch sein?“ Auch die ausgebauten Schließzylinder seien auf eine Fehlbedienung eines Nutzers zurückzuführen. „Wir mussten die ausbauen lassen und neue bestellen, leider hat der Lieferant bislang nicht wie vereinbart geliefert.“

Über den Vorwurf, die Kabine der Footballer wäre falsch platziert am anderen Ende der Halle, weit weg vom Seiteneingang, wodurch die Sportler in der Halbzeitpause mit ihren dreckigen Schuhen durch den Kabinengang müssten, muss der Bürgermeister lachen. „Die haben sich doch genau diese Kabine ausgesucht, weil sie zwei Quadratmeter größer ist als die anderen. Die müssen einfach nur eine andere Kabine benutzen – wo soll da ein Fehler der Gemeinde sein?“

Bürgermeister: Gemeinde in regelmäßigem Kontakt mit TSV

Van der Weck betont, dass er und alle Verantwortlichen vom ersten Tag der Planung bis zur Eröffnung in engem und regelmäßigem Kontakt zum TSV gestanden haben. „Am Anfang waren sie bei den Besprechungen dabei, später habe ich beinahe wöchentlich E-Mails mit Wünschen und Vorschlägen bekommen, die wir fast alle erfüllt haben. Der Vorwurf, wir hätten den TSV nicht beteiligt, ist einfach falsch“, betont der Bürgermeister.

Damit sich alle Feldkirchner ein Bild von der neuen Halle machen können, bietet der TSV an diesem Sonntag ab 11 Uhr ein buntes Programm zum Mitmachen.

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