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Vier-Sterne-Haus mit Tiefgarage: Am Otto-Lilienthal-Ring in Feldkirchen soll das neue Hotel entstehen, ein „Hilton  Garden Inn“.

Neues Vier-Sterne-Hotel mit 166 Zimmern

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Feldkirchen – In eine der letzten freien Lücken am Otto-Lilienthal-Ring im Gewerbegebiet Süd in Feldkirchen wird das Vier-Sterne-Hotel „Hilton Garden Inn“ gebaut. Geplant sind 166 Zimmer, ein Restaurant mit 127 Innen- und 68 Außensitzplätzen sowie ein Parkhaus. Obwohl das Projekt einige Vorgaben der Gemeinde überschreitet, stimmten die Feldkirchner Gemeinderäte zu.

Die Münchner „CV Projektentwicklung“ ist Besitzerin des Grundstücks, plant und baut das Hotel im Auftrag der Berliner „Tristar Hotelgruppe“, an die das fertige Hotel verpachtet wird. Wie Projektleiter Dennis Klein-von Pestalozza vortrug, beträgt die gesamte Grundstücksgröße 6261 Quadratmeter. Das Hotel hat vier Stockwerke mit 166 Betten, das Parkhaus sechs Ebenen mit 170 Stellplätzen, 13 Parkplätze werden offen sein. „Das Flachdach wird extensiv begrünt. Wir hoffen auf eine rasche Genehmigung durch das Landratsamt, dann werden wir rasch beginnen und im Frühjahr 2020 eröffnen“, sagte Klein-von Pestalozza.

Kritisch sah die Verwaltung wie auch einige Gemeinderäte mehrere Überschreitungen der gemeindlichen Vorgaben. So wird die Geschossflächenzahl (GFZ), die in Feldkirchen 1,00 beträgt, um 0,04 überschritten. Angesichts der Größe des Hotels bedeutet das, dass mehr als 275 Quadratmeter zu viel Wohnraum entsteht. „Aus planerischen Gründen benötigen wir diese Überschreitung, um die gewünschte Zimmeranzahl zu erreichen“, sagte dazu der Projektleiter. Die Verwaltung verwies darauf, dass es im Gewerbegebiet mehrere Anträge gegeben habe, die die Geschossfläche überschritten hätten, alle Anträge seien abgelehnt worden. „Im Zuge der Gleichbehandlung sollten wir dieser Befreiung und Überschreitung nicht zustimmen und der Bauherr seine GFZ auf 1,0 reduzieren“, sagte Bauamtsleiterin Dagmar Leiter. Überschritten wird auch die Wandhöhe von Hotel und Parkhaus mit 14,20 Meter, zulässig wären nur 13,50 Meter, ebenso die nördliche Baugrenze durch das Parkhaus. „Was mich wirklich stört, das ist die Abgrabung von zwei Meter auf der Südseite, obwohl nur 60 Zentimeter zulässig sind. Da würde mich der Grund interessieren“, sagte Gemeinderat Michael Burger (SPD). Klein-von Pestalozza erläuterte, dass man in den Keller mehrere Seminar- und Meeting- sowie Fitnessräume bauen wolle. „Damit die Tageslicht bekommen, wollen wir abgraben. Zudem erfordern die strengen US-Brandschutzvorgaben einen dritten und vierten Fluchtweg, den wir so erhalten.“ Burger konnte dem nicht zustimmen, aus seiner Sicht könne man Meeting- und Fitnessräume auch ebenerdig bauen, dazu müsse man nicht vor dem Keller abgraben. „Wir haben solchen Anträgen auch sonst nie zugestimmt“, sagte Burger.

Feldkirchens Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) verwies darauf, dass das Landratsamt in München den Bauantrag bereits vorab geprüft habe und nichts gegen die Abgrabung einzuwenden hatte. „Wir müssen eben nur darauf achten, dass das keine Wohn- oder Vollgeschosse entstehen.“ Als Burger auf Nachfrage erfuhr, dass die geplanten Räume im Keller nicht in die sowieso schon überschrittene GFZ mit einbezogen werden, weil sie so tief sind, bekräftigte er seine Ablehnung.

Für die Gemeinderäte Michael Schön (UWV) und Herbert Vanvolsem (CSU) bedeuten die Überschreitungen hingegen kein Problem. „Wir haben die GFZ zwar bisher streng auf 1,0 festgelegt, aber man darf ja auch mal alte Entscheidungen überdenken. Die machen so eine schöne Dachbegrünung und bauen mehr Parkplätze als sie müssen, da stimme ich zu“, sagte Vanvolsem.

Das sahen auch 14 weitere Gemeinderäte so, drei lehnten den Antrag ab.

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