Drei Kräne auf dem ehemaligen Raiffeisengelände sind in Betrieb, die ersten Kellerwände bereits betoniert. Fast alle Gewerke wurde vergeben und die Kosten sind aktuell noch deutlich unter den Schätzungen.
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Drei Kräne auf dem ehemaligen Raiffeisengelände sind in Betrieb, die ersten Kellerwände bereits betoniert. Fast alle Gewerke wurde vergeben und die Kosten sind aktuell noch deutlich unter den Schätzungen.

Ausschreibungen für neue Wohnungen wohl ab Frühjahr 2022

Ehemaliges Raiffeisengelände: Großprojekt voll im Plan

  • Bert Brosch
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Es ist das größte Bauprojekt in der Geschichte Feldkirchens - und die Gemeinde liegt voll im Zeitplan. Die Projektsteuerer sind zufrieden mit dem Fortschritt auf dem Ex-Raiffeisengelände.

Feldkirchen – Sämtliche Arbeiten auf dem ehemaligen Raiffeisengelände in Feldkirchen befinden sich im Zeitplan. Auch finanziell ist rund um das Großbauprojekt alles geregelt. Bewerben für die Wohnungen kann man sich allerdings wohl erst ab dem Frühjahr 2022.

Erwin und Sebastian Kuhn vom Unternehmen „KMP Projektsteuerung“ berichteten im Gemeinderat von den bisherigen Arbeiten. Demnach erteilte das Landratsamt die Baugenehmigung am 4. November 2020. Der Spatenstich fand bereits ein paar Tage früher, am 26. Oktober, statt. „Für die Gemeinde war dies der Startschuss in ein sehr großes kommunales Wohnbauprojekt“, berichtet Kuhn. Die Erdarbeiten und die begleitende Kampfmitteluntersuchung konnten noch im Oktober termingerecht starten, die Leistungen des Erdaushubs und des Verbaus wurden fristgerecht erbracht, sodass die Baugrube am 26. Januar dem Rohbauunternehmen übergeben werden konnte. „Die Baustelleneinrichtung ist zwischenzeitlich abgeschlossen, die Restaushubarbeiten wurden durchgeführt und alle drei Kräne sind im Betrieb. Derzeit werden die Fundamente und die ersten Kellerwände bei Haus 2 geschalt und betoniert“, sagte Kuhn.

„Die Rohstoffkosten, speziell für Stahl, steigen aktuell stark an.“

Die Fertigstellung des Rohbaus von Haus 1 an der Raiffeisenstraße ist für Januar 2022 geplant, von Haus 2 im hintersten Eck im September 2021 und von Haus 3 an der Richthofenstraße im November 2021. Bisher laufen die Vergaben äußerst zufriedenstellend für die Gemeinde Feldkirchen, da die Schätzpreise zumeist unterboten wurden und die meisten Firmen aus Südbayern stammen. Derzeit laufen weitere Ausschreibungen. „Im Moment kommen wir auf eine Gesamtsumme von 28,44 Millionen Euro, das liegt also 1,5 Millionen Euro niedriger als die kalkulierte Summe von 29,9 Millionen und ist weit entfernt von der Höchstsumme mit Risikozuschlag von 33,8 Millionen Euro“, sagte Kuhn. Allerdings werde diese erfreuliche Entwicklung kaum bis zum Ende anhalten, „denn die Rohstoffkosten, speziell für Stahl, steigen aktuell stark an. Das wird sich deutlich bemerkbar machen bei Geländern, Sanitär und Heizung. Dafür wird wohl die Photovoltaikanlage etwas günstiger, da hier die Preise für die Module sinken.“

Verena Claudi-Weißig (SPD) bedankt sich für die Zahlen. „Es ist wirklich toll, dass wir hier voll auf dem Laufenden gehalten werden. Ich bekomme schon ständig Anfragen, ab wann sich die Bürger für die Wohnungen bewerben können.“ Hier ist noch etwas Geduld gefragt. Bürgermeister Andreas Janson (UWV) erklärte, dass sich zunächst der Gemeinderat darüber Gedanken machen müsse, welche der 79 Wohnungen wie gefördert würden. „Dann müssen wir entsprechende Kriterien aufstellen“, sagte der Rathauschef. Er gehe davon aus, dass man sich ab dem Frühjahr 2022 bewerben kann.

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