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Ist hier ein Spender für Alex dabei? 120 ehrenamtliche Helfer an 60 Tischen haben das Blut der Spender abgenommen.

Typisierungsaktion für todkranken Bub

Über 1000 Spender wollen Alex retten

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Feldkirchen - Alex ist vier Monate alt und braucht dringend eine Stammzellenspende. Der Feldkirchner Bub leidet an einer seltenen Immun-Krankheit. 1089 Menschen kamen am Sonntag in die Feldkirchener Mehrzweckhalle zur Typisierungsaktion „Sei ein Held. Rette Alex!“ – in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenspenderdatei. Selbst Fußballstar Jerome Boateng hatte auf Facebook zum Mithelfen aufgerufen.

„Es ist ein Wahnsinn, was hier gerade passiert“, versucht Markus Sperl seine Gefühle in Worte zu fassen. Viele Spendewillige kennt der Vater von Alex persönlich. Rastlos eilt er zwischen den Menschen hindurch, begrüßt sie per Handschlag oder mit einer innigen Umarmung. Als Rettungsassistent des Roten Kreuzes kennt ihn fast jeder in den umliegenden Feuerwehren und Rettungsdiensten, viele Vereine haben über ihre Homepages zur Teilnahme an der Typisierung aufgerufen, Flyer verteilt, die DKMS über die Presse und sozialen Medien den Termin publik gemacht. „Wir halten einfach zusammen!“, betont Sperl. Sperls Hoffnung liegt in den kleinen, mit fünf Milliliter Blut gefüllten Röhrchen. „Nur eine einzige würde meinem Alex das Leben retten, aber mir ist natürlich klar, dass wir ganz viel Glück brauchen, den passenden genetischen Zwilling zu finden.“

Der kleine Alex leidet an einer seltenen Immunkrankheit. 

Während für diejenigen, die am Sonntag zur Typisierung kamen, alles nach 15 Minuten vorbei war, steht dem kleinen Alex der Kraftakt noch bevor. Und das hoffentlich bald, denn „wir stehen in den Startlöchern, wegen uns kann es sofort mit der Stammzellenspende losgehen“, sagt Markus Sperl. Sein Sohn wird am 12. September vier Monate alt und kämpft täglich ums Überleben. Nur eine Stammzellenspende kann ihm helfen, die seltene Immun-Krankheit Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) zu besiegen.

Jeder winzige Keim könnte ihn töten. Die Chemotherapie hat sein Immunsystem lahmgelegt, „gut eineinhalb Wochen ist er jedoch nun bei uns Zuhause und es geht ihm gut“ versichert Sperl.

120 ehrenamtliche Helfer, medizinische Fachangestellte, Ärzte und Blutabnehmer der Freiwilligen Feuerwehren, waren fünf Stunden an 60 Tischen in der großen Turnhalle mit der Datenerfassung und Blutabnahme beschäftigt. Die Frauen der Feldkirchner Wehr haben Dutzende Kuchen gebacken, Semmeln und Brez‘n geschmiert und so nicht nur für die Verpflegung von Helfer und Spender gesorgt, sondern dadurch gleichzeitig für Einnahmen für die DKMS, die das Blut untersucht und die Spenderdatei führt.

Sabina Brosch

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