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Im dritten Anlauf hat’s geklappt: Der neue Feldkirchner Bürgermeister Andreas Janson (UWV) bekam 58,8 Prozent der Stimmen.

Stichwahl

Feldkirchen: UWV stellt zum ersten Mal den Bürgermeister

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Große Freude bei den Freien Wählern der UWV in Feldkirchen: Sie stellen zum ersten Mal den Bürgermeister.

Zum ersten Mal stellen die Freien Wähler der UWV den Bürgermeister in Feldkirchen. Andreas Janson gewann die Stichwahl gegen seinen parteilosen Herausforderer Christian Wilhelm (41,2 Prozent) deutlich mit 58,8 Prozent der Stimmen. 3591 Feldkirchner beteiligten sich, das entsprach 64,2 Prozent.

„Seit zwölf Jahren sitze ich jetzt im Gemeinderat, bin heuer zum dritten Mal bei der Wahl zum Bürgermeister angetreten. Jetzt bin ich vor allem total erleichtert und so glücklich, dass es endlich geklappt hat. Nun wartet eine Menge Arbeit auf mich“, sagte Janson, wenige Minuten nachdem das offizielle Wahlergebnis feststand.

Gegenkandidat Wilhelm wollte seine Niederlage nicht auf die Briefwahl oder den nicht möglichen Wahlkampf schieben. „Wir hatten doch Erfolg mit unserer Kampagne in den vergangenen zwei Wochen, ich habe fast 450 Stimmen mehr als am 15. März bekommen. Entscheidend waren wohl die CSU-Stimmen für Janson. Ich habe auf ein kleines Wunder gehofft, das trat aber nicht ein“, sagte ein enttäuschter Wilhelm.

Im Vergleich zur Wahl vor zwei Wochen stieg die Wahlbeteiligung um 7,4 Prozent auf 64,2 Prozent. Janson konnte bei den Stimmen von 1325 auf 2097 zulegen, Wilhelm von 1024 auf 1471 Stimmen. Schon beim Ergebnis des ersten von sechs Wahlbezirken war klar, in welche Richtung der Abend laufen würde, Janson triumphierte mit 62,4 Prozent, seine Werte lagen bis auf ein Mal immer über 58 Prozent. Lediglich im Bezirk 16 gab es mit 52,1 Prozent für Janson und 47,9 Prozent für Wilhelm eine grobe Annäherung.

Bis 18.35 Uhr schlitzten die 28 Auszähler der sechs Wahllokal-Tische nur Umschläge auf, da meldeten andere Gemeinden bereits ihre Wahlbeteiligung und erste Ergebnisse. Die gab es aus Feldkirchen erst um 19.05 Uhr. Eine halbe Stunde später waren drei „Wahllokale“ fertig mit allem, da waren zwei andere noch am Öffnen und Auseinanderfalten. Um 19.55 Uhr stand fest, dass die UWV mit sechs Sitzen nicht nur die stärkste Fraktion im neuen Gemeinderat stellen wird, sondern auch den Bürgermeister. Neben Janson jubelte auch Knut Schwarz, er rückt nämlich für Janson als Gemeinderat nach.

„Wir haben im Rathaus ein tolles Team – aber auch sehr viele große Aufgaben vor uns, da baue ich auch einen gut zusammenarbeitenden Gemeinderat“, sagte Janson. Wilhelm sagte, er sei ja erst seit drei Jahren in der Politik und dafür seien über 41 Prozent doch „echt gut“. „Der Andi hat auch drei Anläufe gebraucht, bis es geklappt hat – einfach wird es nicht für ihn, denn er hat keine klare Mehrheit im Gemeinderat. Und wenn er nicht Gas gibt, dann steige ich ihm kräftig auf die Füße“, warnte Wilhelm. 

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