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Auf der Mauer auf der Lauer: Hoffentlich weiß die Zauneidechse, wohin sie umziehen soll, wenn rund um den S-Bahnhof sämtliche Bäume und Sträucher gerodet werden.

Vor dem Bahnhofs-Umbau

Feldkirchen verjagt die Zauneidechse 

Bereits in wenigen Tagen sollen Büsche, Sträucher und fünf Bäume rund um den S-Bahnhof Feldkirchen gerodet werden.

Feldkirchen–Das Ziel ist, so teilte die Bauverwaltung im Gemeinderat mit, dass die geschützte Zauneidechse das Gebiet verlässt und freiwillig den ihr zugedachten Ersatzlebensraum wenige hundert Meter weiter aufsucht, bevor die großen Bauarbeiten zum barrierefreien Umbau beginnen.

Jetzt sei zum einen noch die Möglichkeit, so die Verwaltung weiter, Büsche und nicht erhaltenswerte Bäume zu fällen oder herauszureißen, bevor die Vogelbrutzeit beginnt. Zum anderen müsse so eine Maßnahme etwa ein Jahr vor Beginn des eigentlichen Umbaus durchgeführt werden, damit die Tiere eine Möglichkeit zum Umzug hätten. Andreas Janson (UWV) konnte trotzdem nicht ganz verstehen, warum auch Bäume gefällt werden sollen, die gar nicht direkt zum Baugebiet gehörten.

An ein paar alten Bäumen soll der Umbau nicht scheitern

Simone Krois (Grüne) gab zu bedenken, dass ganz in der Nähe der S-Bahn-Station eine Lackfabrik arbeitet. „Wenn ich da morgens auf die S-Bahn warte, wabern die Dämpfe immer voll herüber. Anstatt über das Fällen von Bäumen nachzudenken, sollten wir dort viele pflanzen, dass wir bessere Luft bekommen,“ sagte Krois.

Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) stimmte zu, dass generell jeder Baum enorm wichtig sei. Das Aber folgte sogleich: „Rund um die S-Bahn-Station stehen aber ein paar, die sind nicht erhaltenswert. Wenn wir jetzt, nach 40 Jahren der Diskussion, endlich die Möglichkeit dazu haben, unseren Bahnhof barrierefrei umzubauen, dann darf es doch nicht mehr an ein paar alten Bäumen scheitern. Ich bedauere die Fällung, aber in diesem Fall müssen wir einfach das ganze Projekt sehen.“

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