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Nasser Keller: Der Kindergarten St. Jakob kann wegen des Schadens zwei Räume nicht nutzen. 

Ursache unklar

Wasserschaden im Kinderhaus - Ab Montag wird die Leitung repariert

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Eine geplatzte Leitung hat im Feldkirchner Kinderhaus St. Jakob für einen Wasserschaden gesorgt. Wie das passieren konnte, ist noch unklar. Nun wird der Schaden repariert.

Feldkirchen – Der Kinderhaus St. Jakob an der Zeppelinstraße hat einen Wasserschaden. Dieser wurde bei einer Besichtigung im Keller festgestellt und provisorisch geflickt. Nach einer Kamerabefahrung stellte man Leckagen im Leitungssystem insbesondere in der Steigleitung fest. Ab Montag, 10. Februar, werden daher im laufenden Betrieb Wände und Böden aufgerissen und repariert, die Kosten kalkuliert die Gemeinde auf rund 28 000 Euro. Sie hofft allerdings, dass die Versicherung den Großteil bezahlen wird.

Laut Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) gab es im Kindergarten einen Befall mit Legionellen, „wie es immer wieder mal bei öffentlichen Einrichtungen passieren kann“. Eine Fachfirma habe daraufhin die Leitungen mit Chemikalien gespült. „Wir vermuten“, sagt der Rathauschef, „dass das die Ursache für den Schaden war.“ Ob die Firma tatsächlich einen Fehler gemacht hat oder ob die Leitungen einfach zu alt und zu dünn waren, wie beispielsweise beim Heizungsschaden im Ludwig-Glöckl-Haus, das könne man noch nicht sagen.

Bauarbeiten unter laufendem Betrieb

Nach Rücksprache mit einer Fachfirma muss nun die gesamte Steigleitung im Kindergarten getauscht werden. „Um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben, wird die Reparatur während des laufenden Kindergarten-Betriebs durchgeführt“, sagte van der Weck. Aus dem Kindergarten habe er erfahren, dass bis zur Behebung des Schadens zwei Räume nicht benutzbar sind.

Andreas Janson (UWV) gab zu bedenken, dass das Kinderhaus noch nicht so alt sei. „Da sind Standardrohre drin, die dürfen nicht platzen bei einer Spülung“, betonte er. „Da hat doch jemand einen Fehler gemacht, außerdem hat die Gemeinde für solche Schäden eine Versicherung.“ Auch Franz Reinheimer (SPD) zeigte sich verwundert über den Antrag. „Wenn wir das der Versicherung melden, bekommen wir doch sehr schnell das Okay für eine Reparatur oder die schicken einen Gutachter. Warum sollen wir jetzt mit 28 000 Euro in Vorleistung gehen?“

Gemeinde streckt Geld vor

Wer verantwortlich sei für den Schaden, das müsse eben erst der Gutachter der Versicherung prüfen, von der man laut Geschäftsstellenleiter Heinz-Josef Reiser aber noch keine Rückmeldung erhalten habe. „Damit wir das schnell reparieren können, wollen wir es jetzt so machen, dass die Handwerker nicht auf ihr Geld warten müssen. Wir werden das ja dann komplett oder zum Großteil von der Versicherung wieder bekommen“, sagte van der Weck.

Dorothea Probst (UWV) warnte davor, etwas zu reparieren, bevor nicht die Versicherung ihre Zustimmung gegeben oder einen Gutachter geschickt hat. „Ich gehe davon aus, dass wir diesen positiven Bescheid noch vor der Reparatur bekommen“, antwortete Reiser. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Schaden durch die Gemeinde beheben zu lassen.

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