Beim Turnhallenbau hat die Gemeinde eine Geothermieleitung mit Glasfaser in die Olympiastraße verlegt. Die Anwohner könnten für monatlich 200 Euro also eine schnelle Internetverbindung haben – doch das ist eindeutig zu teuer. bb
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Beim Turnhallenbau hat die Gemeinde eine Geothermieleitung mit Glasfaser in die Olympiastraße verlegt. Die Anwohner könnten für monatlich 200 Euro also eine schnelle Internetverbindung haben – doch das ist eindeutig zu teuer.

Gemeinde nimmt Planungen für Breitband-Ausbau wieder auf

In zwei Straßen: Wird’s jetzt was mit dem schnellen Internet?

  • Bert Brosch
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Schnelles Internet ist vielerorts selbstverständlich - in zwei Straßen in Feldkirchen noch nicht. Doch das könnte sich bald ändern.

Feldkirchen – Am westlichen Ortsrand von Feldkirchen liegen die Olympia- und die Westendstraße, dicht bebaut mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Beide haben keine Breitband-Verbindung, vor Jahren hat der Gemeinderat den Ausbau abgelehnt. Nun beantragte die CSU die Wiederaufnahme des Projekts.

CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Seiffert begründete den Antrag damit, dass es nicht zuletzt durch die Pandemie für viele Schüler, Arbeitnehmer und Geschäftsleute wichtig sei, über belastbares Internet zu verfügen. Aktuell gebe es für den Ausbau des Breitbands diverse Fördermöglichkeiten, so könnten auch in Feldkirchen etwaige Erschließungskosten reduziert werden.

Bürgeranfragen zu Breitband-Ausbau

Im Hinblick auf anstehende Straßensanierungen wäre es laut Seiffert vorausschauend, vorab möglichst viele Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen. „Es gab auch bei der Bürgerversammlung im vergangenen Herbst mehrfach die Anfrage nach einem Breitbandausbau, da sollte die Gemeinde schon tätig werden“, sagte Seiffert.

Bürgermeister Andreas Janson verwies darauf, dass bereits im Juli 2018 im gesamten Gemeindegebiet die Internet-Leitung geprüft wurde. „Diese Marktanalyse ergab unter anderem, dass unser Gewerbegebiet Süd sowie die Olympia- und Westendstraße von der Geschwindigkeit und Leitung her unterversorgt waren“, erklärte der Rathauschef. „Im Gewerbegebiet haben wir dann für schnelles Internet gesorgt, die Westendstraße wurde damals als nicht förderfähig eingestuft.“

Bürgermeister sucht Gespräch mit Kollegen

Bei der Olympiastraße hat man beim Bau der Dreifach-Turnhalle und dem damit verbundenen Geothermieanschluss auch eine Glasfaserleitung verlegt. Ein Teil der Straße ist damit bereits erschlossen. Es bestand und besteht also grundsätzlich die Möglichkeit eines schnellen Breitband-Anschlusses für die Anlieger. „Doch dafür würden monatliche Kosten je Haus von 200 Euro entstehen, das ist eindeutig zu viel“, sagte Janson. Er führe daher bereits Gespräche mit den Bürgermeistern aus Aschheim und Kirchheim, ob man hier nicht Fördergelder einsetzen und die Anschlüsse so billiger machen könne. Vor ein paar Jahren habe es kaum Interessenten in den beiden Straßen gegeben, heute gebe es deutliche Nachfrage. „Bis Ende Mai, Anfang Juni werden meine Gespräche mit den Kollegen Böltl und Glashauser beendet sein und dann können wir das Thema wieder aufnehmen“, sagte Janson.

In den beiden Straßen, gab Christian Wilhelm (SPD) zu bedenken gebe es teils Probleme, weil einige Häuser weiter nach hinten versetzt seien. „Wenn dann nur einer einen Anschluss möchte, sind die Kosten doch sehr teuer“, so Wilhelm. „Aber es gibt in Feldkirchen noch andere Gebiete, die unterversorgt sind, das sollten wir nochmals untersuchen.“ Einstimmig beschloss der Bauausschuss, die Untersuchungen und Planungen für den Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten wieder aufzunehmen.

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