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Gerne genutzt, aber kein Schmuckstück: Die Bowl im Skaterpark Feldkirchen wird aufgehübscht.

Gemeinderat stimmt zu 

Hässliche Graffiti sollen verschwinden

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Noch sieht sie verschandelt aus, die Bowl im Skaterpark Feldkirchen. Das soll sich bald ändern.

Feldkirchen – Seit gut fünf Jahren steht im Feldkirchner Gewerbegebiet an der Philipp-Hauck-Straße der gut genutzte Skaterpark. Auf gut 500 Quadratmetern rasen Kinder und Jugendliche auf Skateboards oder BMX-Rädern über Treppen, Geländer und Rampen. Im Zentrum der Anlage steht eine große Schüssel: die Bowl. Schmierereien haben sie mittlerweile optisch verschandelt. Nun soll die Bowl legal mit Graffiti verschönert werden, die Gemeinde bezahlt Farbdosen und Atemschutz. Darauf haben sich die Gemeinderäte einstimmig verständigt.

Im Oktober 2016 hatte der Kinder- und Jugendtreff „Upstairs“ beantragt, dass Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre auf dem brachliegenden Raiffeisen-Gelände auf Kosten der Gemeinde Graffiti üben dürfen. Später sollten entsprechend besprühte Tafeln an öffentlichen Stellen aufgehängt werden. Der Bauhof sollte dafür mehrere Platten aufstellen, Farben sowie sonstige Materialien besorgen. Der Gemeinderat stimmte damals dem Vorschlag geschlossen zu, Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) wollte aber ein Konzept für die Aktion sehen. Gesprüht wurde danach nicht.

Dafür stellte nun Leon Ehrhardt als Vertreter des „Upstairs“ einen neuen Graffiti-Antrag im Gemeinderat: Jetzt soll die Skater-Bowl verschönert werden. Gemeinderat Michael Schön (UWV) sagte: „Da die Kids dort täglich fahren, sehen wir, dass die Farbe für die Sicherheit und den Grip keine Rolle spielt. Jetzt werden die Bemalungen eben nur legal.“ Fraktionskollege Andreas Janson sagte, die Jugendlichen selbst fänden die Schmierereien längst hässlich.

„Die Frage ist nur“, sagte Bürgermeister Werner van der Weck (SPD), „wie lange die legalen und schönen Bilder dann auch tatsächlich bestehen bleiben.“ Gemeinderat Christian Wilhelm (SPD) unterstützt den Antrag: „Das finde ich total klasse. Etwas mehr Jugendkultur tut Feldkirchen ganz bestimmt sehr gut.“ Auch Simone Krois (Grüne) stimmte zu, sie gab zu bedenken, dass die Gemeinde die Jugendlichen anhalten sollte, sich mit guten Atemschutzmasken vor giftigen Dämpfen zu schützen. „Ein Papier-Mundschutz reicht da keinesfalls aus.“ bb

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