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Eine Bundesstraße ohne Verkehrschaos - zu schön, um wahr zu sein.

Vision der Bürgermeister

Keine Autos mehr auf der B471 -  so soll‘s gehen

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Kein Stau, kein Lärm: So stellen sich die Bürgermeister die B471 in Zukunft vor. Sie wollen die Autos verbannen - mit einer kuriosen Idee.

Haar – Wo sich jetzt rund 18 000 Fahrzeuge täglich von Haar Richtung Putzbrunn schieben, strampeln künftig nur noch Radfahrer auf einem Schnellweg. Oder eine Stadt-Umlandbahn rollt auf Schienen daher. Diese Vision einer künftigen Bundesstraße 471 schwebt den Gemeinden Haar, Putzbrunn, Grasbrunn, Feldkirchen und Vaterstetten vor. Eine reine Bus-Schnellstrecke auf der Trasse der B 471 käme auch in Frage. Die Gemeinden versuchen, Landrat Christoph Göbel (CSU) für diesen Vorschlag zu gewinnen.

Voraussetzung für das vergleichsweise Idyll auf der jetzigen B 471, die den Landkreis von Nord nach Süd durchzieht, wäre allerdings der Bau einer neuen Bundesstraße ein paar hundert Meter weiter östlich, parallel zum Autobahn Ostring (A 99). Diese Autobahnparallele wird auf Initiative des Landrats erneut geprüft. Auf der A 99 fahren in diesem Streckenabschnitt täglich rund 123 000 Fahrzeuge. Laut Prognose sollen es im Jahr 2030 schon 150 000 sein. Und wenn Stau ist, wie fast täglich, läuft auch die B 471 voll.

Zahlen soll der Kreis

„In den Gemeinden Haar, Putzbrunn, Grasbrunn, Feldkirchen und auch Vaterstetten könnte sich eine Verlegung der B 471 unter Umständen positiv auf die überregionalen Verkehrsbeziehungen auswirken und darüber hinaus den Durchgangsverkehr und die Lärmbelästigung unserer Bürger deutlich reduzieren“, schreiben die Bürgermeister dem Landrat.

Nachdem aber jede neue Straße neuen Verkehr nach sich ziehe, sprechen sich die Bürgermeister dafür aus, dass keine zwei gleichwertigen Straßen entstehen. Vielmehr sollte im Falle einer Verlegung die bisherige Trasse der B 471 vom überregionalen Verkehrsnetz abgehängt werden. Zudem sollte ein Anschluss in Putzbrunn über die Südanbindung erfolgen. Auch Vaterstetten würde bei der Ortsumfahrung für Weißenfeld profitieren, die gerade in Planung ist. Und auf der alten B 471 sollten dann eben Busse rollen, Radfahrer oder eine Stadt-Umlandbahn.

Jetzt warten die Rathauschefs auf eine Antwort aus dem Landratsamt. Wobei sie auch gleich betont haben, dass die alte B 471 nach einer Herabstufung zumindest als Kreisstraße eingeordnet werden müsse. Dann muss nämlich der Landkreis dafür zahlen. Die Kommunen könnten die Straßenbaulast finanziell nicht schultern.  

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