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„Fidsche“: Pläne für Sanierung vorgestellt

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Von: Sabina Brosch

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Das Baden soll am Heimstettener See, genannt „Fidsche“, noch attraktiver werden.
Das Baden soll am Heimstettener See, genannt „Fidsche“, noch attraktiver werden. © Sabina Brosch

Neu gestaltete Ufer, mehr Bäume und eine Aktivzone: Das Sanierungskonzept für Heimstettener See ist vorgestellt worden.

Feldkirchen/Kirchheim – Das Sanierungskonzept ist fertig, der beliebte Badesee „Fidsche“ wird aufgepeppt. Er bekommt neu gestaltete Ufer, neue Bäume, Sanitäranlagen, eine ausgebaute Aktivzone – und einen Biergarten. Die Verschönerungsmaßnahmen werden sich jedoch ein paar Jahre ziehen.

Der „Fidsche“ ist das Erholungsgebiet der Aschheimer, Feldkirchner und Kirchheimer. Ein echtes Juwel. Das Gebiet umfasst 236 000 Quadratmeter, inklusive 69 000 Quadratmeter Liegewiese. Damit es ein attraktives Erholungsgebiet bleibt, bedarf es jedoch einiger Verschönerungsmaßnahmen. Damit soll auch die seit langem überfällige Kanalisation von Kiosk und WC einhergehen, und die für die beiden Doppelpumpwerke notwendigen Stromleitungen installiert werden.

Erholungsflächenverein übernimmt Bauarbeiten

Eine kostspielige Maßnahme. Laut Jens Besentahl, Geschäftsführer vom Erholungsflächenverein, der sich neben dem Fidsche um weitere 32 Erholungsgebiete kümmert, haben sich die Baukosten annähernd verdoppelt. Unterhaltsträger des Sees ist der Landkreis München. „Die Gemeinden Feldkirchen, Aschheim und Kirchheim schaffen das erforderliche Baurecht für die Maßnahmen, die vom Verein durchgeführt werden“, erläuterte Besentahl.

Im Gegensatz zu dem vor einem Jahr vorgelegten Planungen, die laut Feldkirchens Bürgermeister Andreas Janson (UWV) noch mit vielen Fragezeigen versehen waren, sei dieser Plan nun modern und durchdacht. Auf der brach liegenden Fläche nördlich des See sind ein Beachvolleyballplatz und eine Sommerstockbahn vorgesehen, am steilen westlichen Seeufer wird dieses terrassiert, damit vergrößert sich die Liegefläche. Das östliche Ufer wird von Wildwuchs und steil herausstehenden Steinen befreit und mit Holzdecks ausgestattet. In die Neubaupläne der Wasserwacht „greifen wir nicht ein, da haben wir keinen Einfluss“, so Besentahl.

„Dafür müssen wir eine Lösung finden.“

Auch könne er Birgit Pfaffingers (SPD) Wunsch nicht erfüllen, am Ufer einen Kinderspielplatz zu bauen. „Wir können nur die Flächen zu Verfügung stellen, aber aus Haftungs- und Unterhaltsgründen wird der Verein das nicht machen.“ Realisierbar seien jedoch Pfaffingers Anregungen nach einem behindertengerechten Einstieg und nach Außenduschen.

Eine Regelung will der Gemeinderat für den Verkehr in der Seestraße finden. „Hier wird doch sehr schnell gefahren“, sagte Besenthal. Wer von der Aktivzone zum See möchte, muss die Straße überqueren. „Dafür müssen wir eine Lösung finden.“ Im Frühjahr 2023 beginnt der Verein jedoch erst einmal mit den Kanalarbeiten, während der Landesgartenschau 2024 ruhen die Arbeiten. „2025 geht es weiter“, erklärte Besenthal.

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