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Zuversichtlich, dass es 2020 endlich mit dem ersten UWV-Bürgermeister klappt: (v.l.,): Otto Bussjäger (stellvertretender Landrat), Andreas Janson, Ehefrau Kerstin, Michael Schön (UWV Ortsvorsitzender) und Nikolaus Kraus (FW-Kreisvorsitzender).

Es ist seine dritte Kandidatur

„Jetzt wollen wir endlich den Chefsessel“: Andreas Janson kandidiert erneut als Bürgermeister

  • Bert Brosch
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Zwei Mal hat es Andreas Janson von der UWV schon probiert, kommendes Jahr soll es endlich klappen: Der 49-Jährige kandidiert erneut als Bürgermeister - und wittert gute Chancen.

Feldkirchen – Die „Unabhängige Wähler-Vereinigung“ (UWV) hat Andreas Janson (48) erneut als Bürgermeister-Kandidaten aufgestellt. Der Fraktionssprecher und Zweite Bürgermeister kandidiert somit nach 2008 und 2014 zum dritten Mal. „Feldkirchen muss endlich gestaltet, und nicht nur verwaltet werden“ – so stimmte Janson die UWV-Mitglieder nach seiner Nominierung schon einmal auf den Wahlkampf ein.

Mitte Februar wurde bekannt, dass Amtsinhaber Werner van der Weck (SPD) im März 2020 nicht mehr antreten wird. Die SPD schickt dafür ihren parteilosen Gemeinderat Christian Wilhelm ins Rennen. UWV-Ortvorsitzender Michael Schön wittert nun die Chance der seinen. Er freute sich, dass „der Andi es noch einmal macht – und dieses Mal, da bin ich sicher, packen wir’s.“

Gleichermaßen optimistisch geht der Kandidat in den anstehenden Wahlkampf. „Da bin ich doch sehr guter Dinge, dass die Feldkirchner nun mir ihr Vertrauen aussprechen werden“, sagte Janson. „So gut wie im kommenden Jahr waren die Chancen noch nie für uns.“ Den Vize stelle die UVW „schon seit Jahrzehnten“. „Jetzt wollen wir für die UWV endlich den Chefsessel“, forderte der Vorsitzende Schön.

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Die Position als Zweiter Bürgermeister hat Janson, der selbstständiger Bau-Ingenieur ist, seit elf Jahren inne. „Als ich das erste Mal 2008 antrat, da sagten alle ich sei zu jung, habe aber trotzdem ein gutes Ergebnis geholt“, erinnerte der frischgekürte Kandidat. „Im Jahr 2014 meinten viele, sie seien eigentlich für mich, doch sollte van der Weck in seiner zweite Amtszeit zeigen, was er kann.“ Jetzt sei es endlich für ihn an der Zeit: „Im nächsten Jahr werde ich 50, kenne den Laden in- und auswendig, jetzt will ich ran.“

Er wolle als Bürgermeister in vielen Punkten ganz anders arbeiten als der Amtsinhaber: „Nicht alleine im stillen Kämmerlein Entscheidungen fällen, nicht beleidigt sein, wenn andere nicht meiner Meinung sind, nicht selbstherrlich auftreten, sondern als Teamplayer“, zählte Janson auf. Er wolle in einem Team, bestehend aus Gemeinderat, Verwaltung und Experten, bestmögliche Lösungen erarbeiten. Dazu sei es nötig, dass man auch andere Meinungen gelten lasse und eine Verwaltung habe, die nicht gegen den Bürgermeister arbeite.

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Inhaltlich gebe es sehr viele Aufgaben, die man endlich anpacken müsse. Ein Senioren-Programm mit Betreuung, eine Südumfahrung, und zudem eine Strategie, „was nach dem Bahnhofdurchstich mit den Bussen und mit dem Riesen- Kiesgruben-Gelände passiert, wenn es verfüllt ist“. Diese Probleme seien lange bekannt, würden immer wieder diskutiert, aber vom amtierenden Bürgermeister verschleppt oder nicht angegangen.

Mit der Kinderbetreuung und Wohnraumschaffung habe man zwar begonnen, doch gehe alles viel zu langsam. „Wir müssen weiter in die Zukunft unserer Kinder investieren und bezahlbare Wohnungen bauen“, sagte Janson. Doch alles mit Augenmaß und unter Berücksichtigung von Ökologie und Finanzen. „Mit mir“, betonte Janson, „wird es keinen neuen Ortsteil auf der ehemaligen Kiesgrube für 4000 oder 5000 Bürger geben.“

Die anwesenden UWV-Mitglieder quittierten Jansons Marschroute nicht nur mit langem Applaus, sondern auch mit der einstimmigen Nominierung zum Bürgermeister-Kandidaten. Der Kampf um den Chefsessel hat begonnen.

bb

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