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FDP-Kreisrätin will ins Maximilianeum - Konkurrenz um Direktkandidatur

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Von: Bert Brosch

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„Wir werden sehen, wer sich durchsetzen kann“: Katharina Diem konkurriert mit Thomas Jännert um die Kandidatur im Landkreis-Norden.
„Wir werden sehen, wer sich durchsetzen kann“: Katharina Diem konkurriert mit Thomas Jännert um die Kandidatur im Landkreis-Norden. © FDP

Katharina Diem will für die FDP bei der Landtagswahl 2023 im Stimmkreis München-Land Nord antreten. Doch sie ist nicht die einzige.

Feldkirchen – Kreisrätin Katharina Diem (34) möchte bei der Landtagswahl 2023 im Stimmkreis München-Land Nord für die FDP kandidieren. Zuvor muss sie sich noch gegen Thomas Jännert durchsetzen, der dasselbe Ziel hat.

Diem wohnt noch in Kirchheim, baut allerdings aktuell in Feldkirchen ein Haus mit ihrem Mann und den beiden Töchtern. 2013 ist sie in die FDP eingetreten, ein paar Jahre später dann bei den Jungen Liberalen (JuLis). „Schon immer war mir meine Freiheit und die meiner Mitmenschen wichtig, ich wollte dann irgendwann nicht mehr nur meckern, sondern selbst mit gestalten. Also bin ich zur FDP“, berichtet die Ingenieurin für physikalische Technik, die in der Automobilbranche arbeitet.

„Der Thomas ist natürlich nicht hoch erfreut, dass ich mich bewerbe“

Vor zwei Jahren zog sie für die Liberalen in den Kreistag ein, setzte sich bei der Nominierungsveranstaltung gegen den Kirchheimer FDP-Vorsitzenden Jännert im Kampf um Listenplatz 2 durch. „Der Thomas ist natürlich nicht hoch erfreut, dass ich mich um die Direktkandidatur für den Landtag bewerbe“, räumt Diem ein. „Wir werden sehen, wer sich durchsetzen kann, aber ich bin da sehr zuversichtlich.“

Sie weiß große Teile der JuLis hinter sich, bei deren Mitgliederversammlung sie nun ihre Kandidatur bekannt gab und gleichzeitig den Austritt aus der Jugendorganisation der FDP verkündete. Im März hatte sich in Feldkirchen ein FDP-Ortsverband gegründet, „die suchten jemand, der schon ein bisschen Erfahrung hat und da ich demnächst eh’ nach Feldkirchen ziehe, habe ich den Ortsvorsitz übernommen“, sagt Diem, die zudem Vize-Kreisvorsitzende ihrer Partei ist.

Entscheidung über Kandidaten fällt im Oktober

Schwerpunkte, die sie im Landtag angehen würde, sind die Familien-, Kinder- und Bildungspolitik. „Wenn man die Aufgaben etwa in den Kitas anders aufteilt, dass die Einrichtungsleitung nicht auch noch Gruppen übernehmen muss, dann findet man mehr Personal und die Tätigkeit wird attraktiver“, so Diem. Sie fordert mehr Kitas, auch solche, die rund um die Uhr geöffnet haben. Die Kindereinrichtungen benötigten eine bessere Finanzierung, damit steige die Qualität und die Attraktivität des Berufs. „Schulen müssen viel freier als bisher agieren können, die wissen doch selbst genau, welche Schwerpunkte gesetzt werden müssen, nicht die Verwalter im Ministerium“, sagt Diem. „Zudem ruht sich Bayern schon zu lange auf dem früher hohen Niveau der Schulbildung aus, das ist vorbei, da brauchen wir ganz neue Akzente.“

Wer im Stimmkreis Nord als Direktkandidat für die FDP antritt, ob Diem oder Jännert, entscheidet sich bei der Aufstellungsversammlung am 20. Oktober.

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