Links neben einer Straße befindet sich eine große Wiese.
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Aus diesem Acker nordöstlich der Ottendichler Straße in Feldkirchen soll bis spätestens April 2022 eine neue Multifunktionsfläche der Messe werden: für Busse, Lkw, Autos. Die Gemeinde erhält dafür einen Rodelhügel und einen neuen Radweg mit Brücken.

Gemeinderat Feldkirchen segnet Planungen ab

Messe-Parkplatz wird konkret: Doch ein Aspekt sorgt für Verwunderung

  • Bert Brosch
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Die Planungen der Messe München für ihre neue „Multifunktionsfläche“ entlang der Münchner Straße werden konkret. Mit einigen Ergänzungen akzeptierte der Gemeinderat den vorgelegten Bebauungsplan. Erstaunen löste der Zusatz zur Fuß- und Radwegebrücke über die M18 (Münchner Straße) aus: Sie soll nur gebaut werden, wenn die Gemeinde die Planung der Südumfahrung vorlegen kann.

Feldkirchen – Laut Bürgermeister Andreas Janson (UWV) wollte die Messegesellschaft schon längst anfangen mit den ersten Aushubarbeiten auf dem 66 000 Quadratmeter großen Areal. „Wir haben das gestoppt, überhaupt können die erst anfangen, wenn die Pläne bei uns ausführlich ausgelegen sind und wir alles genehmigt haben“, beruhigte Janson mehrere Gemeinderäte. Sie befürchteten, die Messe könnte demnächst beginnen zu bauen. Die Messe will auf alle Fälle fertig sein bis spätestens April 2022, dem Bauma-Termin, mit Platz für 300 Busse oder Lkw, 940 Autos von Besuchern sowie drei neuen Brücken: zwei für Radler und Fußgänger über die A 94 sowie die Münchner Straße und die Fußgängerbrücke über die Ottendichler Straße aufs Messegelände.

Parkplatz für Busse, Lkw und Autos

Das Areal wird wie die bestehenden temporären Parkplatzanlagen in Feldkirchen und Aschheim als private Grünfläche angelegt. Genutzt werden soll sie für sieben Tage während der Bauma-Jahre als Busparkplatz, zwei Wochen vor der Baumaschinenmesse sowie eine Woche danach als Lkw Check-in-Bereich zu Anfahrt und Abtransport der Ausstellungsstücke. Die Planung sieht zusätzlich eine Nutzung der Fläche als Überlaufstellplatz für Autos in einem Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. März außerhalb der Brutvogelschutzzeit für eine maximale Anzahl von 50 Tagen pro Jahr vor. In Bauma-Jahren gelten die 50 Tage zusätzlich.

Brückenbau an Bedingung geknüpft

Die geplanten Fuß- und Radwegbrücken über die A 94, sie wird von der Autobahndirektion Südbayern geplant und gebaut, sowie über die M 18, diese wird von der Messe München geplant und gebaut, sofern die Gemeinde die Planung der Südumfahrung vorlegen kann. Christian Wilhelm (SPD) stellte den Antrag, dass der geplante Radweg über die A 94 verbunden wird mit dem neuen Gehweg über die Ottendichler Straße. „Außerdem finde ich 50 Tage plus Bauma einfach zu viel. Wenn der Hügel als Rodelhügel genutzt werden soll, dann dürfen da keine Autos rumstehen. 20 bis 25 Tage müssten ausreichen.“ Herbert Vanvolsem (CSU) kritisierte die Verbindung von Radbrücke über die M 18 und Südumfahrung. „Die Pläne für die Umfahrung haben wir schon lange, doch noch keinen Bebauungsplan, auch Grundstücke fehlen uns noch. Das dauert noch lange – dann kommt wohl auch diese Brücke nicht?“ Janson wollte über die Anwälte versuchen, diese Koppelung von Brücke und Umfahrung aus den Planungen streichen zu lassen und versprach, die anderen Anregungen mit aufzunehmen. Gegen die Stimmen von Brigitte Pfaffinger und Verena Claudi (SPD) wurde das Konzept akzeptiert.  

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