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In Holzpalletten verstecken sich die Käferlarven oft: Spürhund „Anno“ erschnüffelt sie alle. Dafür ist er speziell ausgebildet. 

Keine Alb-Funde seit Juni

Gewappnet, falls der Käfer zurückkehrt

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Feldkirchen/Neubiberg - Kleiner Schädling, großer Ärger: Wegen des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) mussten in Neubiberg und Feldkirchen in den vergangenen Jahren Hunderte Bäume gefällt werden. Seit einigen Wochen gibt der Krabbler Ruhe. Sollte er aber wieder auftauchen, sieht er sich einem tierischen Widersacher ausgesetzt.

Jahrelang mussten in Neubiberg und Feldkirchen immer wieder Bäume gefällt werden. Die Diagnose: Befallen vom Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB). Doch nun, so scheint es, herrscht im Landkreis Ruhe einzukehren an der Käfer-Front. Seitdem im Riemer Wäldchen bei Feldkirchen im Sommer ALB-Larven gefunden worden sind, sind keine Krabbler mehr aufgetaucht. Trotz regelmäßiger Kontrollen – Experten sprechen vom „Monitoring“ – haben Mitarbeiter des Landesamts für Landwirtschaft (LfL) und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) weder in Neubiberg noch in Feldkirchen neue Larven, Käfer oder Eier an und in Bäumen entdeckt.

In beiden Kommunen hatte der ALB in den vergangenen Jahren exzessiv gewütet, Dutzende Bäume waren befallen. In Feldkirchen war der Käfer erstmals im Jahr 2012 aufgetaucht, in Neubiberg zwei Jahre später. Die Folgen waren in beiden Gemeinden identisch: Immer wieder mussten befallene Bäume gefällt werden. Das gleiche Schicksal traf gefährdete Baumarten im Umkreis. Zudem wurden Quarantäne-Zonen mit einem Radius von 2,5 Kilometern um die Fundstellen eingerichtet, in denen sich das AELF, zuständig für die Wälder, und das LfL, zuständig für Gärten und gemeindliche Flächen, um die Bekämpfung und das Monitoring kümmern.

Letztmals entdeckten Baumkletterer im Juni dieses Jahres Befallsymptome an einem Baum im Riemer Wäldchen, das zwar zum Stadtgebiet München gehört, aber in die Feldkirchener Quarantäne-Zone fällt. Daraufhin fällte das AELF im Umkreis von 100 Metern alle befallenen und gefährdeten Laubbäume.

„Seitdem haben wir in Feldkirchen nichts mehr gefunden“, sagt Andreas Egl vom AELF. In Neubiberg liegt der letzte Fund länger zurück. Seit 2015 geben die Käfer laut Egl dort Ruhe. Und auch Egls Kollegen vom LfL meldet seither keine weiteren Funde in Gärten. Saisonal bedingt sei die Gefährdung durch ausgewachsene Käfer derzeit gering, aber auch Larven habe man beim Monitoring nicht entdeckt, teilt eine LfL-Sprecherin mit.

Bei den Kontrollen klettern die Käfer-Jäger entweder selbst auf die Bäume und untersuchen diese oder sie überprüfen ausgelegte Lockstoff-Fallen (Pheromonfallen). Immer häufiger kommen dabei auch ALB-Spürhunde zum Einsatz, die einen Befall frühzeitig erschnüffeln können.

In Neubiberg und Feldkirchen übernimmt diesen Job künftig „Anno“. Im September hat der knapp einjährige Gebirgsschweißhund seine Ausbildung zum Spürhund abgeschlossen und ist nun einer von fünf vierbeinigen Mitarbeitern des LfL. In ihrer Ausbildung lernen die Hunde, feinste Geruchsspuren des ALB anzuzeigen. Sollte der Käfer irgendwann doch wieder auftauchen, sei es in Feldkirchen, Neubiberg oder anderswo im Landkreis, wartet sein tierischer Widersacher nur darauf, die Fährte aufzunehmen.

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