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Wirt Michael Sechehaye mit seinem Barmann Nico Fedorak, der das erste im „Flugwerk“ gebraute Weißbier einschenkt.

Sonnenstraße 2

Neustart in Feldkirchen: Aus „Fliegerbräu“ wird „Flugwerk“

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Feldkirchen – „Flieger, grüß mir die Sonne...“ Immer um Mitternacht hat der Wirt das Licht gedimmt und das Fliegerlied abgespielt. Die Gäste grölten mit und ließen Papierflieger segeln. So war das früher im „Fliegerbräu“ an der Sonnenstraße in Feldkirchen. Bis die traditionsreiche Gaststätte im charakteristischen Ziegelbau nur noch durch Pächter-Wechsel und unzufriedene Gäste von sich reden machte und die vergangegen Monate geschlossen war.

Gastronom Michael Sechehaye möchte das nun grundlegend ändern: Mit einem neuen Team, neuer Einrichtung sowie dem neuen Namen „Flugwerk“. Ganz still hat er am 1. April eröffnet, nach drei Wochen Anlaufzeit will er am Samstag, 23. April, zum „Tag des Bieres“ mit Livemusik durchstarten. 

Zehn Jahre lang im "ZickZack"

Sechehaye war zunächst über zehn Jahre im legendären Münchner „ZickZack“, seit 2005 ist er Wirt im „Café Icarus“ in der Messestadt Riem. „Ich bin hier in Feldkirchen so oft vorbei gefahren und habe gesehen, dass immer weniger Leute drin waren und irgendwann war es ganz zu. Und das in so einem unglaublich tollen Gebäude mit der riesen Tradition“, erzählt Sechehaye. Durch Zufall kam er mit den Verantwortlichen ins Gespräch und nun will er selber in der Sonnenstraße 2 abheben. „Den alten Namen konnten wir nicht verwenden, der war verbrannt, zu schlecht sind die Internet-Bewertungen und das Image. Aber ‚Flugwerk‘ passt ja auch ganz gut.“

Obergäriges Bier aus eigener Produktion

Das Lokal hat 160 Sitzplätze, der Biergarten über 300, das Obergeschoss steht mit einer Dachterrasse für 40 bis 80 Personen für Feierlichkeiten zur Verfügung. Es gibt ausreichend Parkplätze, Fahrradständer und einen Spielplatz. Das Preisniveau im „Flugwerk“ ist für Feldkirchen ziemlich hoch. Partner des Wirts ist die Brauerei Schönram aus dem Landkreis Traunstein. Die bezahlte nicht nur die neue Inneneinrichtung und die moderne Biergartenbestuhlung, sie liefert auch das untergärige Bier: Helles, Dunkles, Pils sowie drei Craft-Bieret. Ein junger Brauer hat damit begonnen, eigene obergärige Biere im „Flugwerk“ einzubrauen. Das Weißbier wird bereits ausgeschenkt, das dunkle reift noch in den Lagertanks, einen Bock soll es ab dem kommenden Wochenende geben. 

Die Speisekarte ist bayerisch-österreichisch. Sechehayes Ziele, Ansprüche und Preise sind hoch – jetzt muss er liefern. „Zum Tag des Bieres am 23. April werden wir hier so richtig eröffnen, dann gibt es auch Livemusik.“ Geöffnet ist täglich von 11 bis 1 Uhr

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