Boran Kuscu, der neue Wirt der Feldkirchener Sportgaststätte, in seinem Food-Trailer, der mittlerweile geschlossen ist. Die Gaststätte soll künftig „Zum Königshof“ heißen.
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Boran Kuscu, der neue Wirt der Feldkirchener Sportgaststätte, in seinem Food-Trailer, der mittlerweile geschlossen ist. Die Gaststätte soll künftig „Zum Königshof“ heißen.

Verzögerungen beim Umbau

Sportheim-Wirt hängt samt Food-Truck in der Luft

  • Bert Brosch
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Verzögerungen bei der Eröffnung bringen Boran Kuscu, den neuen Wirt des Sportheims Feldkirchen, in Schwierigkeiten. Zumal die Gemeinde sich auch gegen den Verkauf seines Food-Trucks samt neuem Standplatz sperrt.

Feldkirchen – Eigentlich wollte Boran Kuscu, neuer Wirt des Sportheims Feldkirchen, das künftig „Zum Königshof“ heißen soll, Anfang September eröffnen. Verzögerte Besprechungen und Genehmigungen durch das Landratsamt machten dies aber unmöglich, nun ist der 3. Oktober das Ziel. „Daran glaube ich nicht“, sagt Kuscu, der bereits 65 000 Euro in den Umbau gesteckt hat und nun finanziell am Ende ist. Daher wollte er seinen Food-Truck samt neuem Standplatz verkaufen, der Bauausschuss verhinderte dies aber.

Im Lokal sind viele Umbauarbeiten nötig

Weil zahlreiche Umbauarbeiten im Lokal notwendig sind, stellte der gelernte Koch und Konditor im April auf dem Parkplatz neben dem Lokaleingang einen Food-Truck auf. Recht erfolgreich verkaufte er dort vor allem Burger und Pommes, wartetet aber sehnsüchtig auf die Fertigstellung des Lokals, dessen Küche er als Produktionsraum für seinen Catering-Service „The Cater Kings“ nutzen will. Da durch Corona die Catering-Aufträge immer weniger wurden, war es am Anfang nicht so schlimm, dass die Küche nicht fertig war. „Doch mittlerweile dürfen ja auch immer mehr Sportler wieder kommen, denen würde ich schon gerne etwas bieten“, sagt Kuscu.

Wirt Boran Kuscu will seinen Food-Truck verkaufen

Ihm sei Anfang September als Eröffnungstermin genannt worden, daher habe er seinen Food-Truck auch zu diesem Zeitpunkt geschlossen und wollte ihn verkaufen, um finanziell wieder flüssig zu werden. „So einen Truck kann man natürlich wesentlich besser verkaufen mit einem guten Standort, den hätte ich auf dem Parkplatz vor der Volkshochschule gefunden. Leider hat der Gemeinderat das abgelehnt“, bedauert Kuscu.

Umweltamt Feldkirchen lehnt den Standplatz ab

Das Umweltamt der Gemeinde prüfte Kuscus Antrag und lehnte diesen ab, weil die Grünfläche zum Aufstellen eines Imbisswagens nicht geeignet sei: Das Aufstellen auf einem nicht befestigten Untergrund führe unweigerlich zu dessen Zerstörung. Die Wiese dunkle unter dem Fahrzeug aus und es bleibe nackter Erdboden übrig. Im Bereich des Zugangs zum Wagen sowie des Verkaufsfensters werde der Boden zertrampelt und verdichtet. Dies führe bei Regen zu Pfützen, Schlamm und Matsch. Auch einen Teil der Grünfläche für den Imbisswagen zu befestigen, etwa mit Gehwegplatten, lehnte das Amt ab. „Hier ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass nach kurzer Zeit weitere Wünsche nach befestigtem Untergrund geäußert werden. Dies würde die vorhandene Grünfläche weiter zerstören.“

Auch kein Platz auf dem Wochenmarkt

Auch die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte Aufstellung des Wagens auf dem Wochenmarkt auf dem Parkplatz vor der Volkshochschule lehnten die Gemeinderäte trotz der Zustimmung der Wochenmarktbetreiber ab. Man wolle keinen Präzedenzfall schaffen, so einige Räte, denn es gebe an mehreren Orten des Gemeindegebietes Bestrebungen, Food-Trucks aufzustellen. Außerdem wolle man dem angrenzenden italienischen Lokal sowie der Bäckerei nicht einen Mitbewerber vor die Nase setzen. Für Boran Kuscu, der sich aktuell als Leihkoch über Wasser hält, bedeutet das weiter Abwarten, bis er seinen „Königshof“ eröffnen kann.

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