Schrecklicher Unfall: Mann wird von U-Bahn mitgeschleift und stirbt

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Der Schichtl-Chef schwört seine Truppe ein: Der „scharfe Leo“ (Michael Hofmann, stehend) verkündet, wie es weitergeht. „Da große Rudini“ (ganz rechts Georg Thaller) versucht sich heuer als gefährlicher Bär.

Tolles Laienspiel

Theaterverein zeigt "Im Teufelsrad ist's lustig"

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Feldkirchen - Da können sich etablierte Schauspieler eine Scheibe abschneiden, wie textsicher, überzeugend in den Figuren und mimisch bestechend sich der Feldkirchner Theaterverein in seinem neuen Stück „Im Teufelsrad ist’s lustig“ präsentiert. Einen großen Anteil daran hat Winfried Frey, der Regie führte und das Stück auch geschrieben hat. 

Seit 39 Jahren spielt der Theaterverein Feldkirchen Amateurtheater, anfangs nur bairische Volksstücke, dann Krimis, später Theater für Kinder und Boulevardstücke. Seit einigen Jahren ist man mit großem Erfolg wieder bei den Mundartstücken.

Alle halten zusammen

„Unser Erfolg kommt auch daher, dass wir so ein kleiner Verein sind mit 30 Mitgliedern und gerade mal zehn bis 15 Schauspielern. Bei uns müssen alle zusammenhelfen und –halten“, sagt Zweite Vorsitzende Gabriele Brandmeier. Ihr Mann Michael ist zuständig für den Bühnenbau, Vereinsvorsitzende Christa Hauer kümmert sich um die Maske. „Aber wir sind ständig auf der Suche nach neuen Mitstreitern und Schauspielern“, sagt Gabriele Brandmeier. 

Zwei Novizen auf der Bühne

Zwei Novizen auf der Bühne sind in diesem Jahr Michael Hofmann, der den „scharfen Leo“ spielt, den Betreiber der „Schichtl-Menschen-Schau“; und auch Nadine Metzger, die zwar aus Erding stammt, sich als Hochseil-Artistin aber „Mademoiselle Chantal“ nennt mit einem starken französischen Akzent. Nur deftig fluchen, das macht sie auf bayerisch. Die beiden überzeugen in einer insgesamt starken Truppe, aus denen zwei herausstechen: „Da Wachtl-Heinze“ (Werner Hartmann) als technischer Kontrolleur der Fahrgeschäfte beendet keinen Satz und steht damit in bester Gesellschaft bekannter Komikern wie Piet Klocke oder Rolf Miller. 

"Der große Rudini" als gefährlicher Bär 

Und dann natürlich noch Georg Thaller als „Der große Rudini“. Er versucht jedes Jahr aufs Neue eine Rolle zu finden, mit der er den Durchbruch auf der Wies’n doch noch schaffen könnte: als gefährlicher Bär, als Zauberer, als Eisenbieger oder „biegsamer Rudi“ – doch überall scheitert er ebenso wie zu Hause, wo er die elterliche Metzgerei nicht übernehmen konnte, weil er kein Blut sehen mag. Wie überzeugend Thaller innerhalb weniger Minuten vom Bär zum Charmeur, vom Raufbold und dann zum völlig betrunkenen Rudi mutiert, der der bösen „Teufelin“ das Geheimnis des Schichtl-Köpfens verraten will, das ist hervorragend. Selten sieht man einen so überzeugenden Amateurschauspieler bei einem Theaterverein.

Wilfried Frey sammelt Wiesn-Anekdoten

Die Idee zum Stück hatte Profi Winfried Frey, als das Oktoberfest 200 Jahre alt wurde. Er verlegte seine Geschichte ins Jahr 1910, den hundertsten Wiesn-Geburtstag. Der scharfe Leo, Schichtl-Chef, fällt aus allen Wolken als er erfährt, dass ihm sein bewährter Stammplatz von einer anderen Schaustellerin streitig gemacht wird: Die Freudhäuserin will mit ihrem „Teufelsrad“ auf die Wiesn. Frey baute nicht nur aktuelle Bonmots ein („Eine Wies’n ohne Hippodrom – undenkbar!“) er recherchierte auch fleißig kleine Anekdoten. „Dass Albert Einstein im Schottenhammel als Elektriker arbeitete, das stimmt, ebenso der Kampf der Fahrgeschäfte und Schausteller um die besten Plätze. Was sie sagen, ist natürlich meine Idee“, erläutert Frey, der über seine Truppe voll des Lobes ist. Ebenso das restlos begeisterte Publikum bei der ausverkauften Premiere.

Restkarten 

Karten gibt es nur noch für die Vorstellungen am Freitag, 22. April und Samstag, 23. April, jeweils um 20 Uhr im Evangelischen Kinderheim, Hohenlindner Straße 8. Erwachsene zahlen zehn Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre acht Euro. Kartenvorverkauif bei Schreibwaren Bichlmaier am Wolfgangsplatz und täglich von 16 bis 20 Uhr unter Tel. 01 60/698 58 96.

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