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Der Budenzauber findet heuer am 15. Dezember rund ums Rathaus statt.

Weihnachten fällt doch nicht aus

Nach kurzfristiger Absage: TSV Feldkirchen rettet Christkindlmarkt

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Auch heuer findet in Feldkirchen ein Weihnachtsmarkt statt. Keine Selbstverständlichkeit, denn beinah wäre er ausgefallen. Doch der TSV rettet den Markt. Auch die Gemeinde hilft.

Feldkirchen – Die Ankündigung kam unerwartet. Eher beiläufig erfuhren Gemeinde- und Vereinsvertreter in Feldkirchen bei ihrem Treffen, um die kommenden Termine abzusprechen, dass der Gewerbeverein heuer keinen Christkindlmarkt plant. „Aus personellen wie persönlichen Gründen“, hieß es, sehe sich der Gewerbeverein nicht in der Lage, den Markt durchzuführen. Es weihnachtet rund ums Rathaus trotzdem. Der TSV Feldkirchen und die Gemeinde retten die Veranstaltung am 15. Dezember.

Nun ist es keineswegs so, dass der Weihnachtsmarkt an der Hohenlinder Straße vor Esprit nur so geschäumt hätte oder besonders originell gewesen wäre. „Aber einfach so sterben lassen wollten wir diese schöne Gelegenheit, um Freunde, Nachbarn und Feldkirchner in der Vorweihnachtszeit zu treffen, dann doch nicht“, sagt Brigitte Pfaffinger, Vorsitzende des TSV. In den vergangenen Jahren seien mit dem Lindenfest der Feuerwehr, dem Vorglühen vor dem Oktoberfest und dem Maitanz bereits zahlreiche traditionelle und beliebte Veranstaltungen aus verschiedensten Gründen verschwunden. „Das sollte mit dem Christkindlmarkt nicht passieren, also haben wir gleich am nächsten Tag einige befreundete Vereine kontaktiert und die Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt gegründet“, sagt Pfaffinger.

Zwei Hütten sind noch zu vergeben

Die Gemeinde und Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) waren auch schnell mit an Bord. Der Rathauschef wollte den Markt demnach auch unbedingt erhalten, sicherte sofort seine Unterstützung zu. „Bislang haben die Organisatoren immer Hütten aus Kirchheim ausgeliehen, für die wir Aussteller bezahlen mussten. Dieses Jahr nehmen wir die Hütten von der Gemeinde – und es kostet uns nichts“, sagt Pfaffinger. Die Gemeinde kümmere sich auch um Strom, Wasser und Toiletten. 

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Vom Bürgermeister kam der Vorschlag, den Markt in und ums Rathaus zu platzieren sowie der 15. Dezember als Termin. „Uns wäre es zwar ein, zwei Wochen früher lieber gewesen, auch hätten wir gerne den Markt durch die komplette Kirchenstraße geschlängelt, da würde er aus unserer Sicht ideal hinpassen“, sagt Pfaffinger. Als kurzfristige Lösung gibt es jetzt eben vorerst mal sieben Hütten auf dem Rathausplatz. „Wir haben alle anderen Vereine angeschrieben, ob sie mitmachen“, erzählt Pfaffinger. Vier haben sofort zugesagt, zwei Hütten sind noch frei – „aber die bekommen wir auch noch voll“.

Detailliertes Programm wird in den kommenden Wochen erarbeitet

Für die örtlichen Vereine werden die Verkaufsbuden kostenfrei sein, kommerzielle Händler müssen eine Gebühr bezahlen. Vom Dilemma der Absage des Marktes durch den Gewerbeverein hat kurz danach auch die CSU in Feldkirchen erfahren und wollte mit Partnern die Organisation des Marktes übernehmen. „Das ist löblich, dass die sich engagieren wollen, aber für unseren Weihnachtsmarkt brauchen wir keine Partei, das macht der TSV als größter Verein am Ort“, sagt Pfaffinger.

Ein detailliertes Programm wird in den kommenden Wochen erarbeitet, wichtig sei es jetzt nur gewesen, der Bevölkerung und den Vereinen klar zu kommunizieren, dass es am 15. Dezember einen Christkindlmarkt in Feldkirchen geben wird.

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