Die AFK-Geothermie versorgt die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim mit Wärme.
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Die AFK-Geothermie versorgt die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim mit Wärme.

neue Bohrungen

Weitere Million für die Geothermie

  • Bert Brosch
    vonBert Brosch
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Trotz jährlichem Minus denkt die AFK über neue Bohrungen nach.

Feldkirchen – Erstmals seit Jahren wurde den Gemeinderäten wieder einmal ein aktueller Beteiligungsbericht der AFK Geothermie in öffentlicher Sitzung präsentiert. Mittlerweile hat Feldkirchen 18,2 Millionen Euro in das Projekt investiert, bis Ende 2022 sind erneut 1,1 Millionen Euro notwendig. Für weitere Bohrungen und das Konzept „Kirchheim 2030“ würden zusätzliche hohe Zahlungen fällig.

Das Netz des Energieversorgers, insbesondere der Wärmeversorgung in den Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim, wurde im Jahr 2019 um 1,8 Kilometer auf rund 86 Kilometer erweitert. In diesem Jahr sollen weitere 2,4 Kilometer hinzukommen. Im vergangenen Jahr wurden wie im Vorjahr 95 GWh Wärme produziert und in das Leitungsnetz eingespeist, zu 72,1 Prozent geothermisch erzeugt, der Rest aus Gas und Öl.

1434 Wärmeverträge abgeschlossen

Aktuell sind 1434 Wärmeverträge abgeschlossen, dies entspricht einer Steigerung von 3,5 Prozent im Vergleich zum letzten Berichtsjahr. Der Umsatz 2019 beim Wärmeabsatz stieg um 14,8 Prozent auf 5,9 Millionen Euro. Von den gesamten Einlagen der drei Gemeinden in Höhe von aktuell 54,8 Millionen Euro hat Feldkirchen 18,2 Millionen eingebracht, in diesem Jahr sind 420 000 Euro fällig, bis Ende 2022 weitere 715 000 Euro. Und zur Sicherung der Fernwärmeerschließung der kommunalen Gebäude im Zuge des Projektes „Kirchheim 2030“ sind weitere 364 000 Euro je Gesellschafter notwendig. Dadurch erhöhten sich die Gesamteinlagen bis 31. Dezember 2022 auf 59,1 Millionen Euro.

2019: Minus von 371 000 Euro

Wie Feldkirchens Geschäftsstellenleiter Heinz-Josef Reiser berichtete, ergab die Bilanz 2019 ein Minus von 371 000 Euro, im Vorjahr waren es noch 1,2 Millionen Euro. Aktuell werde über eine dritte und vierte Bohrung nachgedacht, das Investitionsvolumen dafür würde bei rund 20 Millionen Euro liegen. Durch die CO2-Bepreisung von Brennstoffen für das Heizen durch das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ab 2021 rechnet die Gesellschaft allerdings mit einem gesteigerten Interesse an Kundenanschlüssen.

„Gerne hätten wir auch mal einen Vertreter der AFK hier, aber das war leider nicht möglich, soll aber demnächst nachgeholt werden“, sagte Reiser. Herbert Vanvolsem (CSU) erinnerte daran, dass die AFK seit Jahren Schulungen und Infoveranstaltungen für die Gemeinderäte versprochen hatte, „bisher blieb es nur bei der Ankündigung – denn da gibt es doch eine ganze Reihe an Fragen“.  

Die Planungen der Messe München für ihre neue „Multifunktionsfläche“ entlang der Münchner Straße werden konkret. Mit einigen Ergänzungen akzeptierte der Gemeinderat den vorgelegten Bebauungsplan. Erstaunen löste der Zusatz zur Fuß- und Radwegebrücke über die M18 (Münchner Straße) aus: Sie soll nur gebaut werden, wenn die Gemeinde die Planung der Südumfahrung vorlegen kann.

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