Die verschiedenen Varianten sind farblich markiert. Nur die rote Verschwenkung ist als Kompromisslösung umsetzbar: Sie reicht direkt an die Messe, kreuzt die Ottendichler Straße in Höhe des Autobahnkreuzes und schwenkt am Ortsteingang Feldkirchen wieder in die Stammlinie ein.
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Die verschiedenen Varianten sind farblich markiert. Nur die rote Verschwenkung ist als Kompromisslösung umsetzbar: Sie reicht direkt an die Messe, kreuzt die Ottendichler Straße in Höhe des Autobahnkreuzes und schwenkt am Ortsteingang Feldkirchen wieder in die Stammlinie ein.

Offener Brief

Widerstand am Gleis: Gemeinderat gegen Verschwenkung der Bahnlinie

  • Bert Brosch
    vonBert Brosch
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Mit einem offenen Brief stemmt sich der Feldkirchner Gemeinderat gegen die Verschwenkung der Bahnlinie.

Feldkirchen – In einem gemeinsamen Brief aller Fraktionen an das „S-Bahn-Bündnis Ost“ verdeutlicht der Feldkirchner Gemeinderat seine Ablehnung der geplanten Verschwenkung der Bahnlinie. Ebenfalls bleibt eine Mitgliedschaft im Bündnis weiterhin offen.

Im Nachgang zur Gemeinderatssitzung teilte Bürgermeister Andreas Janson (UWV) mit, dass sich der Gemeinderat auf Anregung der CSU-Fraktion einstimmig zu einem offenen Brief entschieden habe. „Wir werden darin klar zum Ausdruck bringen und ein Zeichen setzen, dass wir mit keiner der Varianten, die im Dezember im Gemeinderat vorgestellt wurden, einverstanden sind“, sagte Janson. Er persönlich würde eine Mitgliedschaft im Bündnis zwar begrüßen, „denn dann sind wir mit dabei, können mitreden und erhalten alle Informationen frühzeitig. Aber ob das geht, das Konzept abzulehnen und gleichzeitig Mitglied zu werden – das wird wohl eher problematisch.“

„Das ist so einfach nicht richtig“

Verärgert zeigte sich Gemeinderat Christian Wilhelm (SPD) über die Pressemitteilung des S-Bahn-Bündnisses. „Darin kommt zum Ausdruck, dass wir angeblich mit der neuen Planung und Verschwenkung einverstanden seien und jetzt gerne Mitglied im Bündnis werden wollen“, monierte er. „Das ist so einfach nicht richtig und zur Mitgliedschaft gibt es auch keinen Gemeinderatsbeschluss.“ Er sehe zwar die Möglichkeit der frühzeitigen Information als Mitglied, „doch wenn wir Mitglied sind, tragen wir auch deren Ziele mit“. Gegen den viergleisigen Ausbau der Strecke könne die Gemeinde wohl nichts tun, „aber gegen die Verschwenkung auf unserem Gemeindegebiet schon“, sagte Wilhelm und fragte zudem nach, ob das vom Bündnis beantragte Feldkirchner Gemeindewappen bereits übergeben worden sei. „Noch nicht“, sagte Bürgermeister Janson, „das haben wir auch vorläufig komplett gestoppt.“

Silvia Pahl-Leclerque (Grüne) sagte, sie sei davon unterrichtet worden, dass Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) als „Sprecher der Anliegerkommunen Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim, Poing und Markt Schwaben“ die Verschwenkung der Trasse ausdrücklich begrüße. „Wie kann der das in unserem Namen tun?“, fragte Pahl-Leclerque. „Eigentlich gar nicht“, so Janson, „denn wir sind ja noch kein Mitglied.“

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