Bauen einen Hydranten auf: Die Ferienkinder unter Anleitung von Matthias Gommel (r.) und Dominik Pingitzer. Foto: Förtsch

Ferientag bei der Feuerwehr: Am schönsten ist das Spritzen

Oberschleißheim - „Ich will mal Feuerwehr-Mann werden." Dieser Satz klingt zwar verdächtig nach dem kleinen Zeichentrick-Drachen Grisu, stammt aber von Jason (9). Er ist sozusagen Stammgast bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberschleißheim.

Jason hat schon zum dritten Mal beim Ferienangebot der Freiwilligen Feuerwehr mitgemacht. Klar, dass so eine erfahrene Nachwuchs-Kraft beim Kommando „Wasser marsch“ keine Probleme hatte: „Man muss den Schlauch nach oben halten, zielen und dann trifft man auch“, lautete Jasons Erfolgstipp. Er bewies mit dem Wasserschlauch in der Hand, dass an diesem Tipp was dran sein muss und natürlich verfügte er auch über die notwendige Standfestigkeit. Einig waren sich alle Ferienkinder beim Tag im Feuerwehrhaus: „Das schönste war das Spritzen.“

Doch es kam noch toller: Auf dem Gelände der Flugwerft warteten die Gastgeber mit einem echten, kleinen Feuer auf, und sie zeigten auch, wie das Feuer gelöscht werden kann. Damit ging dann fast der Wunsch von Leila (8) in Erfüllung: Sie würde „gerne mal bei einem richtigen Einsatz dabei sein“, aber sie fügte gleich hinzu: „Ich würde nur zuschauen - weit entfernt auf der anderen Straßenseite.“ Im Gegensatz zu Jason war Leila das erste Mal bei der Feuerwehr Oberschleißheim zu Gast. Und es gefiel ihr gut, denn sie hat sich vorgenommen: „Vielleicht komme ich noch mal her.“

Schließlich gab’s auch spannende Experimente: Ein Glas über die brennende Kerze gestülpt und schon war klar, was passiert, wenn man dem Feuer den Sauerstoff entzieht: Die Flamme geht aus. Okay, man kann’s auch anders machen: Die kleine Spritze gezückt, ein gezielter Wasserschuss und dann flackert auch nichts mehr.

Knifflige Aufgaben warteten auch auf die Ferienkinder, denn wer kann schon behaupten, dass er einen Hydranten angeschlossen hat. Die Kinder können das, und sie meisterten die Herausforderung mit Teamarbeit.

Das Nachwuchsteam war sogar so gut, dass Matthias Gommel von der Freiwilligen Feuerwehr Oberschleißheim staunte, „wie gut sie die Schläuche verlegt haben“. Eine Nachwuchs-Crew, der man also vertrauen konnte, und so durften die Kinder auch in einem Feuerwehrauto mitfahren, die Schutzkleidung anziehen und den Atemschutz ausprobieren.

Mit rund 16 Mitgliedern sind die zwei Jugendgruppen der FFW Oberschleißheim gut besetzt, aber mit den Ferienaktionen wird gerne das Interesse der Kinder an der Arbeit der Feuerwehr geweckt. Hautnah und bei einer Powerpoint-Präsentation erfuhren die Ferienkinder viel über die Aufgaben der Feuerwehr, die Fahrzeuge, die Prävention und das richtige Verhalten im Ernstfall.

Über mangelnde Aufmerksamkeit konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Oberschleißheim nicht beklagen. Denn dieser Ferienkinder-Trupp war „sehr gut, sehr motiviert und sehr lernfähig“. So lautete das einhellige Lob von Matthias Gommel und den Betreuern.

Auch interessant

Kommentare